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bees Wohnzimmer

Freitag, Februar 06, 2015

Herzschmelze statt Tagebuchbloggen

Frau Brüllen ruft wieder zum Tagebuchbloggen auf. Findisch gut, wolltisch mitmachen.

Aber dann war ich abends einfach zu k.o., um noch was zu schreiben und bin stattdessen einfach ins Bett gegangen. Ene ganz gute Idee, wie sich rausstellte.

Wie kams?

Wir (also der Mann, der noch Urlaub hat, das Raketenbaby und ich) sind zum Kinderarzt gestiefelt, um das Neugeborenen-Hörscreening zu absolvieren. Es war der erste Tag, den ich wieder "richtig" aufgestanden bin. Vorher habe ich den Teil des Bettes aus dem Begriff Wochenbett seeeeehr genau genommen und bin tatsächlich viel liegengeblieben. War auch nötig.

Jedenfalls habe ich das Baby ins Milchkoma gestillt, winterfest verpackt ("in diesem Fleeceoverall ist ein Baby versteckt"), in den Kinderwagen gepackt, hier auch alles gut eingepackt, mich winterfest eingepackt (draußen waren es -5 Grad und der kalte Nord-Ost-Wind war auch im Angebot) und dann sind wir losgestiefelt. Bis zum Kinderarzt ist es ziemlich genau 1 km. Mit der Ubahn dauerts mindestens genauso lange und der Weg wird nicht wesentlich kürzer, lohnt sich also nicht so recht. Also laufen.

Beim Kinderarzt angekommen, wurde uns beschieden, daß das Gerät für diesen Hörtest leider gerade zum Eichen weggeschickt wurde und deswegen der Test nicht durchgeführt werden könne. Das hat man davon, wenn man auf den Kinderarzt hört, der letzte Woche zur U2 vorbeikam und in Sachen Hörtest meinte, wir sollten einfach in der Praxis vorbeikommen und bräuchten nicht vorher anzurufen.

Hm. Plöht. Also haben wir noch das Rezept für Vitamin D fürs Baby mitgenommen und einen Termin für die U7a vom Großen ausgemacht und sind den Kilometer zurückgelaufen. Zu Hause angekommen, fühlte ich mich wie nach einem Halbmarathon (nicht, daß ich jemals einen gelaufen wäre noch vorhabe, das jemals zu tun, aber so in etwa stelle ich mir vor, daß man sich danach fühlt). Boah, war ich alle. Ich bin dann wieder ins Bett gegangen, konnte aber wegen des kleinen Piranhas an meiner Brust nicht so wirklich gut schlafen.

Und kurz drauf kam auch schon die Perle. Die ist zwar enorm hilfreich, aber schlafen kann ich auch nicht, während sie hier rumwirbelt. Aber nun. Als die endlich fertig war, kam kurz drauf auch der Mann mit dem Großen vom Kindergarten, dann ist es sowieso Essig mit Erholen.

Jedenfalls: lesson learned. Mach mal langsam, sollte das wohl heißen. Abends hing ich auf dem Sofa wie vom Bus überfahren, kaum fähig mich zu rühren. Das muß ja auch nicht sein.

Immerhin kam es dann im Laufe des Tages noch zu einem wunderbaren Herzschmelze-Moment:

Rakete lag in seiner Hängematte und schlief. Er ist dann aufgewacht und hat kurz geweint. Minimeins eilte zu ihm, streichelt ihm über das Köpfchen und sagt: "Alles gut, kleiner Bruder. Alles gut."

Hachz...!


Hier der fünfte Januar.l

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