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bees Wohnzimmer

Dienstag, September 13, 2016

Kindermund

Minimeins kam kürzlich aus dem Kindergarten nach Hause.

ich: Na, war's schön?
Minimeins: Ja. Ich glaube, ich hab mich verfreundet. Mit der L.

Ich bin jetzt nicht ganz sicher, ob er befreundet meinte oder verheiratet. Er findet es nämlich auch total lustig, daß manchmal gehupt wird, wenn das Brautpaar vom Standesamt oder der Kirche irgendwohin fährt.

Neulich im Auto.

Minimeins: Mama, kannst Du mal hupen?
ich: Nein, kann ich nicht, man darf nicht einfach so hupen, ohne Anlass.
Minimeins: Aber wenn einer heiratet, dann dürfen alle hupen! Mama, wer heiratet denn bald mal?

* * *

Wieder eine Kindergartengeschichte. Ich frage Minimeins, was er denn so gespielt hat.

ich: Minimeins, ich hab gelesen, ihr wart heute draußen. (Das ist nichts ungewöhnliches, die gehen jeden Tag raus.) Was spielt ihr denn da immer so? Mit Autos? Oder im Sand? Oder was anderes?
Minimeins: Heute haben wir Mädchengift gemacht!
ich: Mädchengift? Was ist das denn?
Minimeins: Wenn da ein böses Mädchen kommt, dann geben wir der das und dann ist die wieder weg.
ich: Hm, aber ihr habt doch eigentlich nur nette Mädchen in der Gruppe. Oder gibt es ein nicht nettes?
Minimeins: Nee, die sind alle nett. Aber wenn mal ein böses dazukommt, haben wir ja das Mädchengift.

Aus der Reihe: sei allzeit gut vorbereitet auf Eventualitäten.

(Da gibt es einen bayrischen Witz.
Ein paar Männer sitzen im Wirtshaus und spielen Karten.
Sagt der erste: Wos stinkt denn so doherinnen?
Sagt der zweite: Des wern die Hund sei.
Sagt der dritte: Aber es sind doch goar koa Hund net do?!
Sagt der vierte: Die wern scho noch kumma.)

* * *

Minimeins spielt ganz gern mit dem Nachbarsjungen, nennen wir ihn J. Der J. ist zwar ungefähr 2,5 Jahre älter, das stört die beiden aber nicht.

Minimeins zu mir: Du, Mama? Wenn der J. mal wieder bei seinem Papa ist, dann lade ich die Mama vom J. mal zu mir ein.
ich: Wieso das denn? Damit sie dann nicht alleine ist?
Minimeins: Nee, dann kann ich mich mal in Ruhe mit der unterhalten, dann stört der J. uns nicht immer.


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Freitag, August 05, 2016

Geheimnisvoll

Minimeins ist im Bad, er hat eigentlich nur eine Aufgabe: Hände waschen. Da 'Schnell' nicht unbedingt sein zweiter Vorname ist, lasse ich ihn eine Weile da rumdödeln. Als er allerdings schon eine seeeehr lange Weile im Bad ist und es außerdem verdächtig still ist, frage ich nach.

ich: "Minimeins, was machst Du denn so lange?"
Minimeins (singend): "Nichts, was ich Dir verrate!"

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Donnerstag, Juli 28, 2016

Am Anfang war das Wort

Rakete läuft endlich. Hurra. Er hat sich auch lange genug Zeit damit gelassen. 

Nun warten wir darauf, daß er auch ein wenig sprechen möge. Bislang kann er sehr deutlich ausdrücken, wenn er etwas NICHT möchte (ein sehr willensstarkes Kind, wie man so schön sagt). 'Nein' braucht er dafür nicht, die Körpersprache reicht aus (am harmlosesten ist noch vehementes Kopfschütteln). 'Ja' sagt er auch nicht, sondern so lange "da!", bis ich das genehme rausgefunden habe.

Ab und zu sagt er "Mamam", was aber nicht spezifisch Mama bedeutet. Was genau es ist, weiß ich auch nicht (bei Minimeins damals war es sowohl 'Mama' als auch 'essen' bzw. 'Essen/Nahrung').

Neulich allerdings hat er mich anklagend angeguckt, seinen leeren Joghurtbecher (er ernährt sich vorzugsweise von Joghurt, Apfelmus, Keksen und Milch) hochgehalt und "alle!" gesagt.

Tja. Andere Kinder sagen als erstes Wort 'Mama' oder 'Papa' oder 'Auto', Rakete sagt 'alle'. 

Er wird schon noch anfangen mit Sprechen. Minimeins ist ja auch eher ein Spätstarter gewesen, dafür hört er jetzt gar nicht mehr auf damit (und wenn er nicht spricht, dann singt er). Vielleicht ist es bei Rakete genauso, obwohl er sonst in vielerlei Hinsicht ganz anders ist als sein großer Bruder.

Aber Sprache bislang? Alle.

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Dienstag, Juni 07, 2016

Shopping, oder: wie man einen Vormittag rumbringt

Erst mal die Kinder zum Kindergarten bzw. zur Krippe bringen. Vorher natürlich die Briefe, die in den Kasten müssen, einstecken und einen Einkaufsbeutel. Und die Fahrradhelme für die Kinder an jedem anbringen, zweimal Sommermützen einstecken, zweimal Brotdosen, Badehose und -handtuch fürs Kindergartenkind, Schuhe und Obst für das Krippenkind, Schlüssel für das Fahrradschloß vom großen Kind. (Das Schloß haben wir dann leider vergessen, macht aber nichts.) Und dann noch losradeln.

Erstaunlicherweise schaffen wir es tatsächlich in den Kindergarten, bevor die Tür geschlossen wird, also vor halb neun. Minimeins ist momentan so dermaßen schnarchlangsam in all seinem Tun, daß er von Schnecken überholt wird. (Ich bin maximal genervt.) Erstaunlicherweise ist er aber vor lauter Langsamkeit nicht vom Fahrrad gefallen auf dem Weg zur Kita.

Von der Kita in die Stadt: ein kurzer Weg. Erst zum Briefkasten der gelben Post (Briefe einwerfen), dann zum Bäcker ("ein Franzbrötchen, bitte!"), weiter zum örtlichen Buch- und Schreibwarenhandel (Kopierpapier, Briefumschläge lang mit Fenster, Kösterhefter), dann zum Briefkasten der blauen Post (Briefe einwerfen). 

Eigentlich wollte ich noch zum IKM (dort werden Deutschlehrer für Flüchtlinge gesucht) und bei der blauen Post Briefmarken kaufen, aber beide öffnen erst um neun Uhr. Also radle ich erstmal wieder nach Hause und räume die bereits erworbenen Dinge weg. Noch ein kurzer Blick in die Zeitung, dann den Einkaufszettel sortieren (Rossmann und Edeka), den Mann via Hangout fragen, was das kryptische Gekritzel auf dem Zettel bedeuten soll (WC-Reiniger) und dann ist es schon zehn nach neun. 

Wieder losradeln zur blauen Post. Fast dran vorbeigefahren. Drinnen muß ich ein Weilchen warten, die Dame nimmt noch telefonisch eine Kleinanzeige auf, denn es ist gleichzeitig die Zweigstelle der HAZ und des örtlichen Blattes. Dann kann ich meine Briefmarken erwerben, bloß mit dem Quittungsdruck klappt es nicht, der Drucker streikt. Also bekomme ich eine handgeschriebene Quittung. Auch gut. Weiter zum IKM. Dort finde ich gleich die Organisatorin der Deutschkurse, wir besprechen uns kurz, sie will sich melden. Fein. 

Weiter zu Rossmann: ein Jumbopack Windeln, zwölf Gläschen, eine Packung Kindermüsli, vier Rollen Küchenpapier, Servietten, WC-Ente und WC-Steine. Alles eingepackt bzw. auf dem Fahrrad verstaut (die Windeln fahren im Kindersitz, die Küchenrollen hängen am Lenker, der Rest passt in den Korb vorne), wieder nach Hause fahren. Alles auspacken, wegräumen, die Quittungen vom Büromaterial und den Briefmarken abheften und wieder losradeln.

Diesmal zu Edeka: zehn Eier, ein großes Glas Nutella, ein bißchen Joghurt, zwei Liter Milch, zwei Packungen Frischkäse, Aufschnitt, Color-Waschmittel (passte bei Rossman nicht mehr mit rein) und dann finde ich im Tchibo-Regal runtergesetze Bettwäsche, die ich hübsch finde und die auch noch in den passenden Größen vorrätig ist (normal für mich und Übergröße für den Gatten). Also auch mitnehmen.

Wieder alles verstauen, diesmal fahren die Bettwäsche und das Waschmittel im Kindersitz, der Rest passt in den Korb. Erneut nach Hause fahren, wieder alles auspacken und wegräumen.

Dann das Franzbrötchen verspeisen, dabei bei Tchibo online gucken und bestellen, die Kindersachen sind leider schon so ausverkauft, daß ich nur Strümpfe für Minimeins finde, ich bin definitiv zu spät dran. 

Die Dame vom IKM ruft an und fragt, ob ich auch zwei Leute alphabetisieren würde, d.h. ihnen lesen und schreiben beibringen kann. Naja, versuchen kann ich es ja mal. Wir besprechen noch die Termine und ich bin gespannt. Übermorgen gehts schon los.

Für Rakete könnte ich noch eine kurze Hose und ein paar T-Shirts sowie eine Badehose gebrauchen. Der Mann hat die Kisten mit der nächsten Größe vom Boden geholt, ich gucke die kurz durch und stelle fest: ein paar T-Shirts sind da, aber keine Bade- oder kurze Hosen. Seltsam. Was hatte Minimeins denn dann an???

Ich muß also wohl doch noch mal zu Ernstings Family oder so. Allerdings habe ich jetzt keine Lust, noch mal loszufahren. Inzwischen ist es halb zwölf und der Vormittag quasi rum. 

Was fehlt noch?
- Kurze Hosen und Badehose für Rakete
- DVD und Hörspiele in der Bücherei abgeben (die machten erst um zehn Uhr auf, solange kann ja keiner warten)
- Die ersten Bilderbücher der Kinder suchen, vielleicht eignen die sich für den Deutschunterricht.

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Dienstag, Mai 24, 2016

Große Ereignisse...

fanden statt: Minimeins wurde heute 4. Schon!


Er hat sich heute hauptsächlich von Schokolade, Schokokuchen und Kakao ernährt, eine Million Geschenke abgesahnt und war sehr glücklich. Und die Kindergeburtstage (wir haben es aufgeteilt auf zwei Tage: Kindergartenfreunde und Nachbarn - acht bis neun vierjährige auf einmal waren mir zuviel) kommen erst noch...


Sonntag, Mai 15, 2016

Grand Prix Eurovision de la Chanson - Eurovision Song Contest 2016

The same procedure as last year? - The same procedure as e-ve-ry year, my dear!

Nä, wat is dat schön.

Es ist wieder Grand-Prix-Zeit. Und wie es die Tradition so will, hat Monsieur Fox sich wieder aufgemacht, eben diesen mit uns zu gucken (und weder Kosten noch Mühen gescheut, statt der bisherigen sechseinhalb nunmehr 650 Kilometer hinter sich zu bringen für dieses Ereignis - daß es hier einen zeitlichen Zusammenhang mit dem Geburtstag des ESC-Babys Patenkindes Minimeins gibt, lassen wir mal kurz unter den Tisch fallen - ich finde das durchaus erwähnenswert.)

Also, es ist Pfingsten und Grand Prix, wenn das mal kein Garant für Regen in Hamburg ist. Das sind die üblichen Konstanten im Leben (Schnee an Ostern, Regen an Pfingsten, kein Schnee an Weihnachten), da findet man Halt im Jahresablauf.

Also, Babara Schöneberger moderiert wie gewohnt aus Hamburg, es regnet wieder wie aus Eimern, und die Vorabshow interessiert mich mal wieder nicht die Bohne.

So, Hamburg ist erstmal fertig, jetzt wird nach Stockholm geschaltet.

* * *

Jetzt laufen alle Teilnehmer einmal über die Bühen und dazwischen laufen so komische Warentrenner, die - nennen wir es mal vorsichtig: ungewöhnlich - sehr seltsam aussehen. So wie Kunst aus Wellpappekartons und kaputten, ausgestopften Strumpfhosen.

Fox wühlt sich noch durch meinen Wollvorrat und sucht sich was aus für ein Paar Socken. Man muß die Zeit auch mal nutzen, die einem so ein Schaulaufen bietet. (Er hat die Entscheidung vertagt. Wie sollte es anders sein?)

Nun Begrüßung durch die Moderatoren. Er trägt schwarz, sie so eine Art Glitzerfrotteeanzug.

Aber nun gehts auch schon los. Der Gatte bereitete ein Käseigelchen zu.

1. Belgien
Another one bites the dust. Tatsächlich. Stupsnäschen mit ihrer Jazztanzgruppe macht wenigstens etwas Gute-Laune-Musik. Die soll Punkte kriegen, die lächelt sogar! Ach schön, wenigstens mal nicht nur schwarz, sondern silber, rot-gelb und Interaktion mit dem Publikum. Und keine Ballade! Keine ernsten Themen, sondern viel passender zum ESC, finde ich. Schön! Mit Abstand der beste Beitrag bisher.

2. Tschechien
Die wollen ja nicht mehr Tschechische Republik genannt werden, sondern heißen jetzt offiziell Tschechien. Oder gilt das erst ab nächstem Jahr? Auf jeden Fall haben sie schon mal Aschenbrödel auf die Bühne gestellt. Balladisch. Unter den Fußbodenprogrammierern war wohl ein Mathematiker mit Hang zu Fraktalen - der Bühnenboden lässt sowas jedenfalls vermuten. Immerhin isses bunt und nicht schwarz, das gehört schon mal herausgehoben. Ooooh-oooooh-ooooooh... nun ja, es hat Längen. Lange Längen. Lange, längliche Längen. Moah, ist das bald vorbei??? Immerhin darf die Wondmaschine etwas pusten.

3. Holland
Douwe [Dau-e] heißt der Knabe, zu deutsch: Taube. Hören kann er aber wohl. Country-Pop mit Gitarre und Anzuch. Nur für die stilechte Haartolle hat das Haupthaar des Interpreten nicht gereicht. Erinnert an "It never rains in California". Mit Pause im Lied? Das ist aber doof (also, die Pause, das Lied ist ganz nett). Jetzt latscht der ins Publikum - ja ist das denn hier ein Live-Konzert? Nix da, das ist ESC, zurück auf die Bühne, Jungchen! Aber: gutes Lied, niedliches Jungchen, passt.

4. Aserbaidschan
Auch viel Video im Hintergrund. Die Dame steckt in einem immerhin langbeinigen Glitzeranzug (gold, nicht schwarz), der Background tanzt bauchfrei (die Männer) bzw. im Miniröckchen (die Frauen). Viel Miracle, viel Feuer und Feuerregen. Naja, Feuerregen hat ja schon mal gereicht für den Sieg. Das Lied ist viel Miracle, nervt aber etwas. Der Mann versucht, Goldfinger zu singen, klingt schlimmer als das, was die da machen. Aber sie geben sich viel Mühe, muß man schon sagen.

5. Ungarn
Laut Vorspann sieht es so aus, als würde der ungarische Sänger bei Vapiano arbeiten. Naja, warum auch nicht. Die Backgroundsängerinnen sind Männlein in Schlabber-T-Shirts und Bollerbuchsen und dann zappelt da noch ein Trommelmönch rum und macht bumm. Die Männlein flöten!
Aber sonst? Laaaaaaaangweilig!
Der Sänger hat so ein schief zusammengenähtes T-Shirt an, das sieht aus wie ein schlecht sitzendes OP-Hemd (gibt es eigentlich gut sitzende???). Nur halt nicht hinten offen. Kaputte Hosen hat er auch an und stampft zum Getrommel dazu. Fox hat sich für eine Sockenwolle entscheiden.

6. Italien
Flower-Power im Hosenanzug, das Flower-Power-Mädchen steht auf einer Kunstraseninsel in einem See. Hübsch anzuschauen, das Ensemble aus Sängerin und Bühnenshow. Sie singt italienisch und englisch, das ist praktisch, da spart man sich einen halben Liedtext, indem man das zuvor gesungene einfach noch mal in der anderen Sprache wiederholt. Niedlich.

7. Israel
Die 80er haben angerufen: sie wollen ihre Haartolle zurück. Typi trägt schwarzen Glitzer, Augen-Make-up wie Menderes, natürlich Ohrring und Glitzerschuhe. Das Lied balladet vor sich hin und ist ein bißchen langweilig. Die Akrobaten auf der Bühne sind aber Ton in Ton - schwarz. Langweilig. Jetzt wirds schneller und es gibt - Überraschung - Feuerregen! Nützt aber auch nix. Oh, Akrobat glitzert jetzt auch. Der kreiselt übrigens in einem übergroßen Hula-Hoop-Reifen rum (gehört der Rainer Calmund oder warum ist der so riesig?).

8. Bulgarien
Haare nur auf einer Seite is wohl in. Nur ne halbe Frisur in Zeiten, in denen man sparen muß, das ist ja fast schon durchdacht. Auch wieder sehr düster. Das Lied ist ganz lustig. Sie trägt ein ausrangiertes Kostüm von Flash, das es nicht in den Film geschafft hat. Nein, das Lied ist doch nicht lustig. Jedenfalls nicht nach mehr als 1:30 Min. Das Kostüm leuchtet. Praktisch nachts im Straßenverkehr, aber ansonsten? Doch, einen weiteren Vorteil hat es: es lenkt vom Lied ab.

9. Schweden
Aus Mans wird Frans. Frans Ganz. Ganz Frans. Frans kanns. Nur Frans. Also auf der Bühne. Und sein Mikro. Bislang wenig Show drumrum, ein bißchen Video, aber nicht so übertrieben. Klingt wie so ziemlich alles, was grad im Radio läuft. Get in touch with the Publikum, aber ansonsten passiert da nicht viel. Den Leuten in der Halle gefällt es allerdings wohl ganz gut. Ich war das halbe Lied lang von Niesattacken heimgesucht und habe es daher nicht ganz verfolgen können.

10. Deutschland
Jamie-Lee from Dschörmänie. Das reimt sich, und was sich reimt, ist gut - das wußte schon der große Literat Pumuckl. Jamie-Lee frisch aus dem Bonbon-Laden - da scheint sie sich einzukleiden. (Wer, bitte, heißt eigentlich in echt Jamie-Lee???) Nun farblich hebt sie sich immerhin ab aber ansonsten ist es trotz knallbunt sehr schlicht, das Lied. Sie konzentriert sich sehr aufs Singen, aber es fehlt ein bißchen an Sandmalerei, Hundewelpen und Feuerregen - also ein bißchen mehr Hintergrundgedöns hätts schon sein dürfen.

11. Frankreich
Der Franzose singt teilweise auf Englisch. Revoluschn. Turnschuhe zum Anzug - sieht immer noch blöd aus. Der Sänger sieht aus wie der Koch aus der Edeka-Werbung, wie hieß der noch? Steffen Henssler, sagt Fox. Singt aber besser als der Koch, vermutet der Gatte. Das Lied? Nun ja, nicht schlecht, aber obs für weit vorne reicht? Ich weiß ja nicht.

12. Polen
Balladisch. Der Typ trägt Foxens alte Frisur auf. Und irgendso einen ollen roten Mantel, Typ Zirkusdompteur. Für Socken hats abernicht mehr gereicht, oder wie sieht das aus? Lie-der-lich! (Muahahaha!) Dramaturgisches Armgefuchtel - soll wohl bedeutungsvoll sein. Das Lied hat Längen. Und ist lang. Es hört nicht auf. Niiiiiieeeeee (leier, leier...). Oh, doch vorbei. Wer hätte das gedacht?

Pause? Pause. Päuschen.

13. Australien
Die machen jetzt richtig mit??? Ich dachte, das wäre letztes Jahr nur ein Gag gewesen. Aber diesmal mussten sie durchs Halbfinale. Na gut. Was passiert, wenn die gewinnen? Wo findet der nächste ESC dann statt? Fox sagt: in einem europäischen Land (das Australien nächstgelegene EBU-Land wäre wohl Israel oder Aserbaidschan).
Prinzesschen, asiatisch, trägt auch Glitzer, in silber und weiß, und sitzt auf einem großen Würfel. Bühne dafür natürlich schwarz. Mit Blitzen oder sowas. Also die Bühne. BIßchen optisches Gedöns, das den Gesten der Säängerin folgt, ansonsten recht schlicht bislang. Glitzert ja auch genug. Das Lied ist relativ langsam, aber laut. Hm. Also ich weiß ja nicht. Aber so im Vergleich war das Lied gar nicht mal so schlecht.

14. Zypern
Oh, war der nicht mal Juror bei Guantanamo Germanys next Topfmodel? Wie hieß der gleich? Peyman? Am Augen-Make-up hat er jedenfalls nicht gespart. Hoppla, alle eingesperrt? Sind die gefährlich, daß die in Käfige müssen? Das Lied gefällt mir sogar. Es hebt sich wenigstens vom restlichen Synthiepop ab, ist für ESC-Verhältnisse direkt schon Hardrock. Und jetzt auch noch Wolfsgeheul, nee, das ist ein bißchen zu übertrieben. Wo ist Rotkäppchen, wenn man es braucht? Die hat doch den Wolf gefressen, oder wie war das? Fox meint, es sei ein aufgerocktes Roxette-Lied. Das Lied darf gern gewinnen, auch wenn die Show sicher nicht jedermanns Geschmack war.


15. Serbien

Schon wieder schwarz. Farbe war wohl aus dieses Jahr. Die hat auch so aufgerollte Lakritzschnecken am Kleid. Das Lied ist auch langweilig. Da kann ich auch die Spülmaschine ausräumen. Oder Foxens neue Socken anschlagen. (Es hat letztlich nur zum Öffnen der Chips-Packung gereicht. Der Mann blättert durch ein Kleinkinderbauernhofbilderbuch.

16. Litauen
Ui, weiß! Aber mit schwarzem Hintergrund. Natürlich. S Bubele hat immerhin ein etwas schmissigeres Lied, allerdings ne dämliche Frise. Halbe Dauerwelle oder was ist das da auf seinem Kopf? Aber etwas mehr Ausdruckstanz als die anderen so. Also viel mehr. Direkt schon Akrobatik.EIn Backstreet Boy, dem die andern Jungs abhanden gekommen sind. Och ja, das gefällt mir. Das Lied ist Durchschnitt, aber sein Getanze war nett.

17. Kroatien
Was ist das denn für ein Kleid? Meterware Glitzergeschenkpapier mit den Schattentheaterbäumen aus der letzten Kita-Weihnachtsfeier? In der Zeitung steht, es sehe aus, als sei die Sängerin in einen toten Tintenfisch eingenäht.
Ach, ein Trickkleid! Jetzt haben ihr 2 schwarze Gestalten den Umhang geklaut. Tses! Darunter jede Menge Kunstschnee, oh, es ist die Stola. Die haben wohl echt dass Lied in der Vorweihnachtszeit geschrieben und danach dann die Restbestände der Weihnachtsdeko günstig aufgekauft. Leider ist das gute Stück so schwer, daß die Tante sich darin kaum bis nicht bewegen kann. Nun, dann muß die Windmaschine das eben regeln. 

18. Rußland
Och nö. Mag ich jetzt schon nicht, egal, was das fürn Lied ist. Erst mal alles schwarz vor schwarz. Naja, daß es in Rußland dunkel ist, ist ja bekannt. LEtztes Jahr hat ein smarter Typ mit Videotechnik gewonnen, also schicken die Russen innovativerweise dieses Jahr einen smarten Typen mit - Überraschung! - Videotechnik. Wilde Videotechnik, eiskalt durchkalkuliert. Nun, das Lied reißts jedenfalls nicht, da muß schon etwas Ablenkung her. Leider springt der Funke - im Gegensatz zum schwedischen Lied letztes Jahr - leider nicht über. Das Lied ist absoluter Durchschnitt und wird allein deswegen schon jede Menge Punkte bekommen (und weils aus Rußland ist). Schade eigentlich. Naja, wenigstens wurde die Viedotechnik dann noch bunt.

19. Spanien
Was ist das denn? Eine Mischung aus Madonna und Olivia Jones? EIn Glitzer-Trikot, aber überlang? Fox findets ganz gut. Ich finde es absolut nichtssagend. Sie hat sich einen Zwilling auf die Bühne projiziert. Bombenstimmung in der Halle, nur an mir scheint es vorbeigegangen zu sein.

Päuschen.

20. Lettland
Och Gottchen, die haben auch so einen Bubi geschickt wie Estland (aber die Esten sind ja leider raus). Ich hab Hormone. Fängt an wie Fahrstuhlmusik, wird dann aber noch lauter. Irgendsoein Bong-Instrument klingt da ganz nett. Trommeln auf Bambusstangen, oder was könnte das sein? Insgesamt sehr düster (Bubi und Bühne). Und jetzt wieder langsamer? Verstehe ich nicht. Vielleicht muß man das Lied 10-12x gehört haben, bis es wirkt? Nein, 2x reicht, ich finds gut. Besser als vieles andere hier heute abend.

21. Ukraine
Ui, dunkelblaues Kostüm! Direkt gewagt! Wahrscheinlich hat wieder niemand die Ukrainer über den Farbcode informiert oder Rußland hat wieder alles zensiert. Ein Lied voller Schmerz und Trauer. Ja, den Schmerz bringt sie rüber. Jetzt wirds fahrstuhlmusikalisch-loungig. Aber dann jammert sie wieder. Angeblich enthalten Titel und Text keinerlei politische Botschaft, wenn sie das von der Vertreibung der Krimtataren durch die Russen im Jahr 1944 singt jammert. Aha. Naja, wenn die EBU das meint, dann soll Rußland das auch mal akzeptieren.
Wenn die Ukainerin gewinnt, nimmt Rußland dann nächstes Jahr nicht teil?

22. Malta
Schwarzes langes Glitzerkleid und der Hintergrundtanztyp tanzt Ausdruckstanz, bodennah. Lied so naja. Dafür viel Botox in der Sängerin (sieht ein bißchen aus wie Liz Hurley). Also im Gesicht. Im Bauch wohl eher ein Baby, heißt es. Darf das denn so spät noch auf die Bühne? Aber das wird bestimmt auch ein feines ESC-Baby. Ich hab langsam keine Lust mehr, es wird immer etwas beliebiger, was da passiert.

23. Georgien
Klingt nach Oasis. Immerhin etwas psychodelisch-bunter. Der eine sieht auch aus wie einer von Oasis. Zusammen mit der Bildsprache wirkt es zwar wie auf LSD, aber ist wenigstens was anderes als der ganze andere Einheitsbrei. Sehr bunt, sehr wild, fast schon Techno (jedenfalls das Licht). Fehlt eigentlich nur noch, daß er eine Gitarre zerschmettert und sich das Hemd vom Leibe reißt.

24. Österreich
Österreich singt auf französisch (durchgängig, das machen nicht mal die Franzosen), das ist mal außergewöhnlich. Klingt wie Vanessa Paradis. Ansonsten sehr auf rosa Disney-Prinzesschen gemacht (Sissi?), bloß bei den Haaren haben sie es dabei belassen und keine Frisur draus gemacht. Nun, immerhin lohnt sich da die Windmaschine, die auch großzügig zum Einsatz kommt. Cherche, cherche, papillon, tu es loin de ta maison. Das Lied kommt mit wenigen Worten aus, die dafür sehr oft wiederholt werden. Aber auf französisch klingt das ja immerhin ganz hübsch. Insgesamt sehr niedlich. Fox mags. Ich auch.

25. Großbritannien
Brüder auf der Bühne (allerdings nicht in echt). Einer singt, einer klampft. Viel schwarz. Der Klampfer singt auch. Ausgesprochen beliebiger Beitrag. Schnarch.

26. Armenien
Erst mal psychodelisches Hingehauche ins Mikro, dann wildes Arm- und Haargefuchtel - außerdem trägt die Tante einen Madonna-Gedächtnis-Glitzer-Turnanzug, wie es sonst nur Madonna täte. Und ein Superheldencape (aus Gardine). Windmaschinen! Feuer! Nebel! Komisches Gebrüll ins Mikro! (Ach nee, dafür brauchen wir kein Ausrufezeichen.) Naja, Hauptsache, das Drumrum lenkt vom Lied ab.

Geschafft. Pinkelpause!

* * *

Sodele, jetzt erst mal Pause. Mal gucken, was die Pausenmusik so bietet. Oh, Justin Timberlake. Hm. Na gut, wenn die meinen.

Fox ist für Australien und Italien.
Der Gatte will Georgien gewinnen sehen.
Ich bin für Holland, Zypern oder Lettland.

Die Abstimmung findet zwar wie gewohnt statt, die Punktevergabe ist aber anders. Diesmal gibts sowohl 12, 10, 8, 7, 6, 5... Punkte von der Jury eines jeden Landes als auch nochmal extra aus dem Zuschauervoting (bisher wurde das zusammengemischt). Verkündet werden dann aus jedem Land, wer die 12 Punkte gemäß Jury gewonnen hat.

Wenn alle Länder durch sind, kommen noch die Zuschauerpunkte dazu, die werden aber nur in Summe genannt und zu den bereits gesammelten Jurypunkten dazugezählt. Die Reihenfolge kann sich also im allerletzten Moment noch mal ändern.

Mal sehen, obs dadurch spannender wird. Ich befürchte ja, daß mehr Zeit für "what a wonderful show, it was amaaaaaazing!!!" draufgeht, die Zeit muß ja trotzdem rumgebracht werden. Andererseites werden wir wesentlich seltener (aka nicht mehr) hören "our ten points goes to..."

* * *

So, jetzt mal Punktevergabe in echt. die Frage aller Fragen ist ja: bekommt Deutschland von irgendwem 12 Punkte? (Vielleicht aus Japan, aber die spielen ja nicht mit.)

Als siebtes Land darf Georgien Punkte vortragen und Deutschland erhält seinen ersten Punkt.

Insgesamt gibt es überraschend viele Punkte für die Ukraine (für das Rumjammer-Lied). Und 12 Punkte werden doch überraschend breit gefächert verteilt. Nur Deutschland bekommt meistens keinen Punkt.

Nach der Hälfte der vergebenen Jury-Punkte führt Australien vor der Ukraine und Schweden. Högscht eigenartig.

Und jetzt ist unser Internet kaputt, ich krieg nen Föhn. ARGH!

12 Punkte aus Deutschland für Israel? Was haben die denn geraucht???

Nach dem Jury-Voting führt Australien (320 Punkte) vor Ukraine (211 Punkte) und Frankreich (148 Punkte). Wir liegen hinter Polen (7 Punkte), es blieb bei einem einzigen Punkt.

Jetzt noch das Publikumsvoting, ich bin gespannt, wie und ob sich das Ergebnis dadurch noch verändert.

10 Punkte für Deutschland, damit bleiben wir tatsächlich letzter. Das ist schade, denn es gab definitiv schlechtere Lieder heute abend.

Immerhin geht die Punktevergabe heute abend recht zügig.

Und wie in jedem Jahr sitze ich fassungslos vor dieser Punktevergabe. (Polen hat 229 Punkte, wie konnte das denn passieren? Österreich mit dem wirklichen hübschen Beitrag hat "nur" 151.)

* * *

Ukraine gewinnt mit 534 Punkten.
Australien wird zweiter mit 511 Punkten, Rußland wird dritter mit 491 Punkten (immerhin haben sie nicht gewonnen).

Deutschland - fast schon gewohnheitsmäßig - eher sehr weit hinten auf Platz 26 (mit 11 Punkten hinter Tschechien mit 41 Punkten und Großbritannien mit 62 Punkten).

Jetzt  noch mal das Siegerlied und gute Nacht.


Archiv: die früheren Jahre
2015

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Donnerstag, Mai 12, 2016

Kindermund

Minimeins hat die Kindermusik eingeschaltet und auf ich nenn's mal kräftige Zimmerlautstärke gestellt. Dazu erzählt er mir irgendwas oder er erzählt etwas, was zum Spiel gehört. Genau weiß ichs nicht, ich verstehe ihn nämlich nicht so richtig.

ich: Minimeins, wenn die Musik an ist und Du gleichzeitig redest, verstehe ich keins von beidem.
Minimeins: Aber warum denn nicht, Mama? Du hast doch zwei Ohren!

* * *

Minimeins hat beim Flohmarkt abgestaubt und ein Müllauto sowie zwei LKWs mit Kran und diversen Müllcontainern sowie ein paar Giftmüllfässern bekommen.


Kurz nach dem Flohmarkt fahren wir noch zum Tag der offenen Tür der Musikschule. Dabei kommen wir an einem Supermarktparkplatz vorbei, auf dem ebenfalls Wertstoffcontainer stehen. 

ich: Minimeins, guck mal, da stehen auch solche Container für Altpapier, wie Du sie hast.
Minimeins: Und wo stellen die ihren Giftmüll hin?

* * *

Mühevoll, aber vergeblich - das Kind zuckt dauernd - versuche ich, Minimeins morgens ein paar Krümel aus den Augen zu fegen. Irgendwann klappt es doch und ich sage zu Minimeins:

Guck mal, das ist der Schlafsand aus Deinen Augen.
Minimeins: Was is das? Wie kommt das in mein Auge rein?

Ich überlege, ob ich nun von Proteinen in Tränenflüssigkeit anfange, entscheide mich dann aber für die Kindervariante.

Das ist Schlafsand. Den hat das Sandmännchen heute nacht in Deine Augen gestreut, damit Du besser einschlafen kannst.
Minimeins entsetzt: Mama! Das soll das Sandmännchen nicht machen! Ich kann das alleine!!!
ich: Was kannst Du alleine? Sand streuen?
Minimeins (immer noch aufgeregt): Nein, einschlafen kann ich alleine! Das kann ich gut. Aber nicht, wenn da ein Sandmännchen ist! Das wohnt hier doch gar nicht!!!

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Sonntag, Mai 01, 2016

Wortspielhölle

In welcher Einheit misst man flüssigen Abfall?

Mülliliter.

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Mittwoch, April 27, 2016

Systemfehler

Wieso ist hier denn so wenig los?

Naja, der ganz normale Wahnsinn halt: Erst hatte der Mann drei Wochen Resturlaub, in denen wir hier gepuzzelt haben und da was erledigt und so weiter und so fort und zack! waren die auch schon wieder rum (man kommt zu nix in der Zeit, ehrlich...). 

Dann kam der April und mit ihm startete - sehr kurzfristig - die Eingewöhnung Raketes in die Krippe. Die war etwas holprig, aber schon nach vier Krippentagen war das Kind ein echtes Kindergartenkind und hat sich eine eigene Kindergartenerkältung geholt. Die hat er selbst netterweise an einem Wochenende ausgelebt (Freitag mittag bis Sonntag abend), so daß er montags wieder frisch, fromm, fröhlich, frei in die Krippe gehen konnte, während ich anfing, in den Seilen zu hängen. Mittwochs klagte dann Minimeins über Schnupfen, Husten, Halsweh und Gliederschmerzen (und Fieber etc., aber das ist dem Kind ja egal) und blieb folglich zu Hause. Das war der erste Tag, an dem ich Rakete für immerhin eine halbe Stunde verlassen und mich aus der Kita entfernen konnte. Also keine Pause, gleich mal mit dem anderen Kindkrank zu Hause.

Als Minimeins dann eine Woche später wieder genesen war - die Kinder müssen ja erst einen Tag fieberfrei sein, bevor sie wieder in den Kindergarten dürfen - freute er sich auch sehr darauf, endlich wieder seine Freunde sehen zu dürfen, allerdings hat er sich dann noch auf die Schnelle eine Mittelohrentzündung eingefangen. Folglich war er dann noch ein paar Tage zu Hause.

Heute ist dann tatsächlich - seit dem Krippenstart am ersten des Monats - der allererste Tag, an dem vormittags kein Kind zu Hause ist, früher abgeholt werden muß oder wegen eines Arzttermins später hingebracht wird. Uff.

Und meine eigene Erkältung? Die ist immer noch fröhlich, lässt sich von mir rumschleppen und genießt das Leben. Ich hänge ein bißchen in den Seilen, aber es nützt ja nichts: der Laden muß ja weiterlaufen. "Mama ist krank" ist im System nicht vorgesehen.

Mittwoch, März 23, 2016

Freizeitbeschäftigung

Mann und Brut zum Baumarkt und in einen Anzugladen (Räumungsverkauf) geschickt. Allein zu Haus (und seeeeeeeeehr frühjahrsmüde). Wie kam's?

Alle sind fertig angezogen (außer ich) und abmarschbereit.

Ich (zum Mann): Puh! Eigentlich habe ich gar keine Lust auf Baumarkt.
Mann: Dann bleib doch hier.
Ich: ok.
Mann: ...

Alle sind ins Auto verklappt, außer mir. 

Ich: Tschüüüüs!
Mann: Du willst wirklich hierbleiben???
Ich: Ja.
Mann: ...

Nachdem er sich von dem Schreck erholt hat, sagte er allerdings noch, daß ich dann ja ma durchwischen könnte. Das wäre an sich sein Job, deswegen wandert meine Augenbraue gen Haaransatz (außerdem hasse ich diese Wasserplanscherei). "Mal sehen" sage ich. "Ich nehme mal die Wäsche ab und sehe dann weiter."

Mann und Brut rollen vom Hof.

Was mache ich in der unverhofft gewonnenen freien Zeit? 

- Suche den Putzlappen, Eimer und Wischer aus dem Hauswirtschaftsraum.
- Stelle fest, daß ich zum Wischen erst mal aufräumen muß. Und durchsaugen (habe ich zwar erst gestern gemacht, aber derzeit sind alle zu Hause und tun das, was sie am besten können: Dreck reinschleppen, rumkrümeln und alles verteilen).
- Wäsche abnehmen.
- Wäsche hochtragen, in verschiedene Räume, Schränke, Schubladen räumen, teilweise Kissen beziehen.
- Zwei Wäscheständer wegräumen, die von Rakete umgekippten Wäscheklammern einsammeln und wegräumen.
- Staubsauger rausholen.
- Aufräumen (grob). Minimeins' verlorengeglaubten zweiten Hausschuh wiederfinden.
- Tisch abwischen.
- Staubsaugen. Den Korb unterm Kinderwagen entsanden.
- Staubsauger wegräumen.
- Wasser in den Eimer laufen lassen, währenddessen Arbeitsplatte in der Küche und Herdplatten abwischen.
- Spülmaschine zu Ende einräumen (Männer glauben ja an Diffusion: wenn man das Geschirr auf die Spülmaschine stellt, diffundiert es ganz von allein hinein).
- Wischen.
- Wasser wegkippen, Wischlappen ausspülen, Eimer ausspülen (Sand), alles zurück in den Hauswirtschaftsraum räumen.
- Rumgeschobene Stühle etc. wieder an ihren Platz schieben.

Dann zehn Minuten Kaffee trinken, die aufgeräumte, saubere Bude genießen und schon fällt die Brut samt Mann wieder ein.

Eigentlich ziemlich bescheuert. Ich hätte mich mal stattdessen aufs Sofa setzen und an meinem Pullover weiterstricken sollen. Wenn alle da sind, komme ich dazu nämlich gar nicht. Nun ja.

Aber dafür war es wenigstens mal 10 Minuten ordentlich hier.

Donnerstag, März 10, 2016

Sätze, von denen ich nie gedacht hätte, daß ich sie mal sage

Nein, nicht mit der Gurke aufs Klo gehen!!!

(Minimeins hatte sich eine Gewürzgurke erbeutet (die letzte im Glas) und folgte dann wie ein Fackelträger seinem Papa aufs Gästeklo, wo letzterer die Gurkenflüssigkeit entsorgte.)

Sonntag, März 06, 2016

Empathie 2

ich: Du, der Pastor in xy ist überraschend gestorben, der war noch gar nicht so alt.
Mann: Wenn man sich beruflich verbessern kann...

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Dienstag, März 01, 2016

Empathie

Wir haben nur noch zwei Kühlkissen: eines in Form eines Nilpferdes und ein kleineres in Form eines Pinguins. Letzteren gabs irgendwann mal bei Tchibo, allerdings kam er zu zweit daher.

Der zweite Pinguin ist aber kurz nach Raketes Geburt vor ziemlich genau einem Jahr mal kaputtgegangen (ich weiß das deswegen so genau, weil ich plötzlich diesen Schmodder aus dem Kühlkissen an der Hand hatte und auf dem anderen Arm ein gerade eingeschlafenes Neugeborenes und deswegen etwas bewegungsunfähig war...). Ich bin nicht davon ausgegangen, daß Minimeins noch weiß, daß war von den Pinguinen mal zwei Stück hatten.

Neulich öffnet er den Kühlschrank, weil er eigentlich Milch rausholen wollte. Scheint er aber vergessen zu haben, jedenfalls stöbert er in der Kühlschranktür rum. Da steht ja nun auch allerlei Zeugs rum, unter anderem liegen dort die beiden verbliebenen Kühlkissen.

Minimeins holt das Nilpferd raus und spielt ein bißchen damit. Lalalalala, das Nilpferd geht spazieren und tritt auf ein Ei... und so weiter. (Vorsicht vor einem Nilpferd im Kühlschrank, kann ich da nur sagen. Man steht plötzlich vor einem Haufen Rührei. Also imaginär, aber immerhin.)

Dann parkt er das Nilpferd wieder in der Tür und kramt den Pinguin raus. Er wühlt noch ein bißchen weiter in dem Fach rum und fängt dann dramatisch an zu heulen. Ich befürchte, er habe sich wehgetan oder es sei sonst was schlimmes passiert und hechte zum Kind vorm Kühlschrank. Da ist aber nix schlimmes zu erkennen. Häh?

Als er sich etwas beruhigt hat, finden wir heraus, was der Anlaß des Dramas war:

Minimeins (schluchzend):  
Mama, da ist nur noch EIN Pinguin, der andere ist kaputtgegangen. (schluchz, schluchz, SCHLUCHZ!)

Dann fängt er wieder an zu heulen:
Und der hier hat jetzt keine Mama mehr!!!

Da hat er recht: das ist wirklich sehr traurig. Und ich hab jetzt einen Kloß im Hals.

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Freitag, Februar 26, 2016

Alles in Butter

Das große Kind schmiert sich sein Brot selbst.

Flutscht.

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Montag, Februar 08, 2016

Fort für Bildung

So langsam - auch wenn ich noch keinen Krippenplatz für Rakete habe - muß ich mir mal wieder Gedanken ums Arbeiten machen - und da in meinem Job, der Steuerberatung, Veränderung die beinahe einzige Konstante ist, auch um die Neuerungen, die sich in den letzten 1,5 Jahren ergeben haben. Unser Gesetzgeber ist da in hektischen Aktionismus verfallen recht umtriebig.

Also habe ich mir ein Seminar ausgesucht, um langsam wieder reinzukommen. Problem: Seminare finden nicht von 9-12 Uhr hier in Burgwedel statt, sondern natürlich in irgendwelchen Großstädten ganztägig. In diesem Fall wäre es sogar ein zweitägiges Seminar in Berlin gewesen.

Also bin ich erst mal in mich gegangen, ob ich das Seminar wirklich machen möchte. Ja, möchte ich, den Referenten habe ich schon mal in anderer Sache gehört, der ist gut, und das Thema deckt ein mögliches neues Geschäftsfeld ab.

Also habe ich den Mann gefragt, ob er an den beiden Tagen - einem Donnerstag und einem Freitag - Urlaub nehmen könne. Ja, könne er. Das war Anfang Januar. Bis der Urlaub genehmigt war, war es dann schon Mitte Januar.

Nun ging es in die Feinabstimmung: Ich habe mir eine Bahnverbindung nach Berlin rausgesucht. Um pünktlich zu Seminarbeginn um 9 Uhr dort zu sein, hätte ich um halb 5 morgens hier das Haus verlassen müssen. Hm, nicht gut, schließlich muß man dann auch noch den ganzen Tag fachlichen Ausführungen folgen können und nicht nur gegen die Müdigkeit ankämpfen. Also am Abend vorher anreisen, mittwochs.

Mittwoch abend hätte ich um 19 Uhr abfahren müssen, also um ca. 18:20 Uhr hier los, um den Bus zum Bahnhof zu bekommen. Der Mann sagte, er sei an dem Tag in München (ausgerechnet!) und könnte frühestens um 20 Uhr mit dem Zug in Burgwedel am Bahnhof sein. Da die Bahn aber seeeeeehr oft verspätet ist auf der Strecke, kommt der werte Gatte meistens eine Stunde später an als ursprünglich geplant und gebucht. Den zeitlichen Puffer hatte ich nicht. Wäre ich erst um 21 Uhr losgefahren (der Mann wäre um 20 Uhr am Bahnhof gewesen, gegen 20:30 Uhr hier, ich hätte wiederum zum Bahnhof hingemußt, was ca. eine halbe Stunde dauert, schließlich muß ich öffentlich oder zu Fuß dorthin, denn die schlafenden Kinder ins Auto zu packen, um zum Bahnhof zu fahren, oder die schlafenden Kinder allein hier zu lassen, um zum Bahnhof zu fahren und dort im fliegenden Wechsel den Autoschlüssel an den Mann und mich in den Zug zu bringen, wäre auch nicht machbar), wäre ich in Berlin erst gegen Mitternacht an einer etwaigen Unterkunft gewesen. Das ist auch eher unzumutbar (v.a. für den Unterkunftgebenden, in diesem Fall hätte ich nämlich bei Freunden dortselbst angefragt, ob ich übernachten könnte).

Also mußte eine andere Lösung her. Nun begab es sich, daß Minimeins gerne bei Oma und Opa übernachten wollte und das Wochenende nach dem Seminar eh dafür angepeilt war. Also beim Opa angefragt, ob er schon am Mittwoch nachmittag kommen könne (Fahrtzeit knapp 2h), die Kinder (beide!) bespaßen und ins Bett bringen (letzteres gaaaaaaanz heikel bei Rakete) und dann schlafend an den Gatten, der ja erst angekommen wäre, wenn ich schon weggewesen wäre, übergeben würde. Dann entweder abends noch mit Minimeins wieder hochfahren (eher blöd, weil fürs Kind schon zu spät) oder am nächsten Morgen nach dem Frühstück. Hm, naja, ginge schon irgendwie. (Den Punkt mit Rakete ins Bett bringen habe ich nur ganz dezent angesprochen... Minimeins wäre halt vorm Fernseher versackt und Rakete hätte Riesentheater gemacht, ersteres nicht so schlimm, aber zweiteres doch für beide beteiligte (Opa und Kindchen) ziemlich anstrengend und abschreckend.

Aber: es wäre gegangen! Also habe ich - die Zusage für die Kinderbetreuung bekamen wir an Raketes Geburtstag Ende Januar - frohen Mutes am Montag letzter Woche (10 Tage vor Seminarbeginn) beim Seminarveranstalter angerufen, um zu erfragen, ob es noch freie Plätze gäbe, bevor ich mich nun schriftlich per Brief (!) anmelde und mich um Anreise und Unterkunft kümmere. Die Seite der Bahn mit der zu buchenden Bahnverbindung hatte ich auch schon geöffnet, um da gleich weitermachen zu können.

Zuerst landete ich bei jemandem, der nicht zuständig war. Dann stellte sich heraus, daß der Zuständige gar nicht im Hause sei. Und zu guter Letzt bin ich dann tatsächlich bei jemandem gelandet, die zwar nicht direkt zuständig war, sich jedoch auskannte. Immerhin. Und die gute Dame sagte mir dann, daß das Seminar bereits vor 6 Wochen mangels ausreichender Teilnehmerzahl abgesagt worden sei. Argh! Da hat man endlich die Kinderbetreuung organisiert und dann ist es für nix! (Gut, daß ich Bahn und Unterkunft noch nicht gebucht hatte...) Schade aber auch! Und ich hatte mich schon darauf gefreut, endlich mal eine Nacht (bzw. es wären sogar drei oder vier gewesen) ohne Kind schlafen zu können (durchschlafen! Mehrere Stunden am Stück!) oder mich auch mal mit Erwachsenen über andere Dinge als Kind(er) zu unterhalten... (und was fachliches zu lernen, so ganz nebenbei...)

Meh.

Und nu?

Also habe ich bei verschiedenen Anbietern rumgesucht und noch ein Seminar für wenigstens einen dieser beiden Tage (Donnerstag nämlich) zu finden. Sogar in Hannover, was die abendliche Planung für Mittwoch sehr entspannte. Dort gab es sogar noch ein paar freie Plätze (ganze 5 Stück), so daß das alles gar kein Problem war (und den Dozenten kannte ich auch schon von einer anderen Veranstaltung, ich finde das immer ganz gut, um böse Überraschungen zu vermeiden). Hurra!

Also kam der Opa am Mittwoch nachmittag ganz entspannt angereist, hat Minimeins bespaßt (ich hatte Mittwoch nachmittag noch einen anderen Termin, zu dem ich immerhin Rakete mitnehmen konnte, zwei Kinder wären aber zuviel gewesen, daher gut, daß Minimeins beschäftigt war) und dann sind die beiden nach dem Abendessen zu Oma und Opa nach Hause gefahren. Minimeins ist erwartungsgemäß im Auto eingeschlafen.

Rakete hatte am Mittwoch einen Klebebaby-Tag (entferne Dich nicht mehr als 5mm vom Kind...) und hätte die Opa-Bespaßung vermutlich komplett boykottiert. Von daher war es auch für ihn ganz gut, wie es dann gelaufen ist.

Der Mann kam am Mittwoch abend ausnahmsweise fast pünktlich, Rakete hat so leidlich geschlafen, ich bin nachts in Minimeins' Bett ausgewandert, um trotz Zappelbaby wenigstens mal ein bißchen schlafen zu können (Rakete lehnt es nämlich momentan ab, in seinem eigenen Bett zu schlafen - in unseren schläft er aber, wenn auch sehr zappelig, also lasse ich ihn um des lieben Friedens willen und damit alle wenigstens ein bißchen Schlaf abbekommen, dort schlafen).

Am Donnerstag war ich dann tatsächlich bei meinem Seminar, der Weg nach Hannover war staugespickt (weswegen die Umleitung, die ich wählte, natürlich auch sehr voll war) und das Seminar war auch ganz sinnvoll. Ich hatte jede Menge "ach ja!"-Momente ("ach ja, so ging das, hab ich schon mal gehört, war aber nicht mehr so richtig präsent") und habe auch etwas neues gelernt (die letzte wesentliche Gesetzesänderung, die zum Glück nicht ganz so wild war). War schön, mal wieder was anderes zu machen als den ewigen Alltagstrott.

Nur auf die Hiobsbotschaft eine halbe Stunde vor Seminarende hätte ich verzichten können. Ich bekam eine SMS mit der Info, daß in Minimeins' Kindergartengruppe Läuse aufgetaucht seien... ARGH!

Freitag - ursprünglich als Seminartag geplant - wollte ich eigentlich ein, zwei Stündchen arbeiten. Stattdessen tat der Drucker mal wieder nicht, also hat erst der Mann eine ganze Weile, dann wir beide eine weitere ganze Weile zusammen mit dem HP-Support (der war super!) daran rumgedoktort, dann ging es, wir mußten aber noch einkaufen, also habe ich gedacht, könnte ich mal schnell meine Datev-Software updaten, das könnte sich dann installieren, während wir beim Edeka sind und danach könnte ich dann eben schnell noch meinen Kram fertigarbeiten. Harhar. HARHAR! HARHARHAR!!!

Es standen noch zwei Updates aus, beide DVDs lagen bereit, also habe ich mit dem ersten angefangen... das hat aber nicht fehlerfrei funktioniert, also habe ich beim Support angerufen, dort wurde ich seeeeeehr unfreundlich behandelt (es war ein Subunternehmer, der den Support übernommen hat, aber auch das ist kein Grund, unfreundlich zu sein, echt jetzt mal. Ich erwarte doch von dem Typen in der Leitung nicht, daß er steuerliche Fachfragen beantworten kann, sondern will technische Unterstützung. Umgekehrt müssen die doch gewohnt sein, technische Nichtskönner am Telefon zu haben, denen sie auch mal einen Fachbegriff erklären müssen... Nejnejnej...), wir haben das Problem aber in den Griff bekommen und dann hat es nur noch bis 23 Uhr gedauert und schon war es fertig. Zwischendurch mußte ich ab und zu DJ spielen und DVDs wechseln, also einfach einlegen und laufen lassen war leider nicht. Meh.

Gearbeitet habe ich dann am Sonntag vormittag. Der Freitag war trotzdem komplett im Eimer und hatte wenig von dem Urlaubstag, der er hätte sein können.

Sowas passiert also, wenn man sich fortbilden will, das alles nicht ganz so klappt und man dann nur mal eben schnell...

Mittwoch, Februar 03, 2016

Maschine

Minimeins baut momentan begeistert irgendwelche von ihm erfundenen Maschinen aus Lego Duplo. (Und Rakete neigt - mobil geworden - dazu, sie umgehend wieder zu zerstören*, was das bislang gute brüderliche Verhältnis täglich aufs neue auf die Probe stellt.)

Gerade hat er eine Mohrrübenmaschine gebaut**. Dafür braucht man die Maschine mit seeeehr hohen Türmen und - Überraschung - Mohrrüben. Um Mohrrüben zu bekommen, muß man in einem Affenzahn, möglichst ohne Hausschuhe (rutscht besser), von der Maschine zu irgendeiner im Raum anwesenden Person flitzen, "Mohrrübe!" kreischen brüllen rufen, eine unsichtbare Mohrrübe in Empfang nehmen, zurückflitzen (mit Slide-Einlage) und die Mohrrübe in die Maschine stopfen. Dort wird sie dann gewaschen, geschnitten und wieder zu einer Mohrrübe zusammengebaut.

Die Maschine ist also gerade ein wesentlicher Bestandteil dieses Haushaltes und aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken - bei den praktischen Anwendungsmöglichkeiten ist es sowieso verwunderlich, daß bislang noch niemand so etwas erfunden hat.

Mohrrübenmaschine


Minimeins rennt also hin und her und schreit regelmäßig "Mohrrübe!". Irgendwann hat einer der am häufigsten frequentierten Anwesenden keine rechte Lust mehr und sagt, daß die Mohrrüben alle seien. Minimeins ist sichtlich enttäuscht: "Oooooooh...".

Ich: Gehen vielleicht auch Möhren oder Karotten?
Minimeins: Nein, dann läuft die Maschine langsamer.

Eigentlich logisch.

____________________________________

* Vielleicht brauchen wir doch noch einen Laufstall. Weniger, um Rakete vor der Welt zu schützen, als eher die Welt vor Rakete. In so ein Gitter kann man schließlich auch Minimeins mit seinen Maschinen-Bausteinen reinsetzen.

** Neulich hatte er schon eine Rübenmaschine konstruiert. Ich nehme an, es handelt sich nunmehr um eine Weiterentwicklung. More Rüben.

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Donnerstag, Januar 21, 2016

"Im Schuh" bedeutet nicht "am Fuß"

Minimeins ist ein kleiner Taschenofen, im Zweifel ist ihm zu warm. Auch bei den derzeitigen Temperaturen von definitiv irgendwas unter Null bis minus 10 ungefähr. Natürlich ziehe ich ihn warm genug an, wenn er rausgeht, aber man darf auch nicht vergessen, daß er natürlich im Schnee auch ziemlich rumtobt, auf dem Spielplatz alles erklettert, was erkletterbar ist (wenn man die Größenrelation mal auf Erwachsenenniveau hochrechnen würde: versucht mal, auf etwas raufzuklettern, dessen erste Stufe etwa auf Bauchhöhe ist - ganz unanstrengend ist das nicht) und insgesamt ständig in Bewegung ist. 

Minimeins ist auch selten erkältet und so gut wie nie krank. Das letzte Mal wirklich krank war er Ende Oktober für ein paar Tage.

Kalt ist ihm jedenfalls eher nur, wenn ich ihn morgens aus dem Bett pflücke und auf dem Klo platziere. Kann ich aber verstehen. Bettwarm ist es im Bad nämlich nicht.

Nun sagt der Kindergarten, daß man sein Kind "wettergerecht" anziehen soll, weil die Kinder bei jedem Wetter rausgehen. Explizit eingegangen wird in der Infobroschüre dabei auf Sonnenschutz (Hut, Sonnencreme) im Sommer, auf Schal, Mütze und Handschuhe im Winter und auf Regenkleidung ganzjährig. Das ganze lief unter Gesundheitsvorschriften.

Minimeins trägt also derzeit, wenn wir zum Kindergarten gehen:
- Unterwäsche
- Strumpfhose
- Jeans oder Cordhose
- einen dicken Sweater
- Schneehose
- Schal, Mütze, warme Fäustlinge
- Winterjacke (das Ding lief im Laden unter Skijacke)
- Wollsocken
- Gummistiefel

Am Montag durfte er aber nicht mit draußen spielen, weil er "nur" seine Winterschuhe anhatte. (Die sind nicht gefüttert, was ihn aber an den anderen Tagen nachmittags draußen auch nicht störte. Kalte Füße hatte er jedenfalls beim Reinkommen nicht.) Die Erzieherinnen haben ihm angeboten, Gummistiefel anzuziehen, aber das wollte er nicht. Also mußte er drinnen bleiben. Leider hat der Kindergarten mir das beim Abholen nicht mitgeteilt, sondern Minimeins hat mir das teilweise erst nachmittags erzählt, dabei allerdings den Teil mit den Gummistiefeln weggelassen. 

Also habe ich am Dienstag früh nachgefragt, was denn da losgewesen sei und warum mir das nicht mitgeteilt wurde. Minimeins hat bereits am Dienstag morgen beim Anziehen darauf bestanden, unbedingt Gummistiefel anzuziehen, weil er mit den Schuhen nicht rausdürfte, mit den Gummistiefeln aber schon. Folglich trug das Kind die oben genannte Kleidersammlung, insbesondere Wollsocken in den Gummistiefeln.

Ja, mir ist klar, daß Gummistiefel nicht das wärmste Schuhwerk sind, aber wenn dem Kinde nicht kalt ist, ist es wohl ausreichend. Außerdem ist hier ja nun wirklich nur 2 Wochen im Jahr Winter und wasserdicht sind die Botten allemal.

Nun ist der Kindergarten der Ansicht, daß unter "wettergerechte" Kleidung (siehe oben) gefütterte Schuhe gehören (oder gefütterte Gummistiefel). Darüber habe ich sowohl am Dienstag als auch heute morgen ausführlich diskutieren dürfen. 

Argumentation des Kindergartens: die Kälte kommt von unten hoch und ungefütterte Gummistiefel sind zu kalt. Die Kinder stehen auch mal rum und kriegen dann kalte Füße.

Meine Fragen dazu: hat Minimeins jemals gesagt, daß er kalte Füße hat oder daß ihm kalt ist? Hat irgendjemand jemals beim Reinkommen nachgefühlt, ob er kalte Füße hat, wenn diese Befürchtung bei eben diesem Kind besteht?

Nein, das war nicht der Fall. Aber die Gesundheitsvorschriften... 

Das Kind durfte heute aber wieder nicht mit raus, weil es "nur" Wollsocken (über der Strumpfhose) und normale Gummistiefel trug, aber eben keine gefütterten Gummistiefel. Mir wurde trotz ausführlichster Diskussion also die elterliche Kompetenz abgesprochen, mein Kind wettergerecht (siehe oben) anzuziehen. Aus Sicht des Kindergartens kann ich also mein Kind morgens in Badehose in den Kindergarten schicken, aber wenn es dann dort zum Spielen rausgeht, hat es die Bekleidungsvorschriften des Kindergartens zu befolgen. Oder mit anderen Worten: Das Kind darf sich also auf dem Weg zum oder vom Kindergarten erkälten oder auch nachmittags oder am Wochenende, aber nicht in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr. Nun, ich hoffe, die Erkältungsviren halten sich auch daran.

Mir hat sich bei der ganzen Diskussion allerdings nicht erschlossen, worin genau der Unterschied besteht, ob der wärmende Wollanteil nun im Schuh angebracht ist oder am Fuß des Kindes.

Dienstag, Januar 19, 2016

Prioritäten

Neulich habe ich Streusalz im Laden gesucht - aber nicht gefunden. Dafür mind. vier verschiedene Sorten Grillkohle. (Und Grillanzünder. Und Blumendünger. Und Aluschalen zum Grillen.)

Norddeutschland, eindeutig.

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Montag, Januar 18, 2016

Abgetakelt

Wir haben am Wochenende den Weihnachtsbaum abgetakelt und rausgeworfen: irgendwie ist das Wohnzimmer jetzt so leer. Was hatten wir denn bitte vorher da stehen?

Nix. Aber man gewöhnt sich doch recht schnell an so'n Trümmchen von Baum.

Minimeins ist auch schon ganz traurig und fragt täglich 10-36 mal, wann denn wohl bitte eeeeeeendlich wieder Weihnachten ist. Bald*.


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* 'Bald' ist ja ein sehr dehnbarer Begriff. Die Antwort "ein Viertel Deines bisherigen Lebens" hätte ihm wohl trotz fehlender mathematischer Kenntnisse nicht geschmeckt.

Dienstag, Januar 12, 2016

Bitte Ruhe: der Künstler performt

Minimeins singt grad ganz gern. Er ist der Ansicht, wenn man sich neben den Weihnachtsbaum stellt und inbrünstig genug "Oh Tannebaum" schmettert, dann ist wieder Weihnachten und das Christkind kommt noch mal.

Irgendwie funktioniert das aber nicht so richtig und der Baum ist demnächst dann ja auch weg. Mal sehen, was er dann macht. (Wahrscheinlich täglich fragen, wann den Ostern ist.)

Jedenfalls hat er neulich sein Liederbuch aus dem Regal gekramt.

Ah, mein Singbuch! 

Er blättert darin und landet nach kürzester Zeit bei "Backe, backe, Kuchen". 

Ah, da isses ja. Das Lied habe ich gesucht!

Sprichts, legt das Buch auf meinen Stuhl am Esstisch, stützt seine Arme rechts udn links vom Buch auf, starrt konzentriert auf die Noten und singt kräht:

In der Weihnachtsbäckerei...

Überraschend textsicher ist der Knabe, aber das Lied lief hier zum einen ja auch rauf und runter (immer noch mind. einmal täglich) und im Kindergarten wurde es auch ausgiebig gesungen. Also kein Wunder, daß er es auswendig kann. Ich hätte jetzt allerdings ganz gern mal wieder eine Pause davon. So 10 Monate würden mir schon reichen. 

Damit jedoch nicht genug. Als er fertig ist, meint er, das Lied einfach noch mal anders darstellen zu müssen: schreiend und dabei hin und her hopsend und wild den Kopf schwenkend.

Die Weihnachtsbäckerei in der Heavy Metal-Version. Hat was.

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Donnerstag, Januar 07, 2016

Ein ewiger Kreislauf

Das Baby badet.

Das Baby isst.

Das Baby könnte mal wieder baden.

Das Baby verdaut.

Das Baby sollte bei Gelegenheit wirklich mal wieder baden.

Das Baby kotzt.

Das Baby badet.

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Donnerstag, Dezember 31, 2015

Jahresrückblick 2015

Letztes Jahr habe ich so einen Jahresrückblick erstmals gemacht, eher als Überbrückungsmusik, da ich meine jährliche Bücherliste nicht geführt hatte, aber eigentlich ist das ja auch ganz schön. Also dieses Jahr wieder. Mal sehen, was ich noch so zusammenbekomme, es ist so viel einschneidendes passiert dieses Jahr (ein neues Kind und ein weiter Umzug, das ist viel, finde ich).

Januar
Im Januar bin ich erst mal schwer erkältet und dann (stricke und) warte ich hauptsächlich vor mich hin. Deswegen erzähle ich, wie es überhaupt dazu kam, daß Minimeins zu Hause geboren wurde (und Rakete dann später auch). Das Baby soll am 28. Januar zur Welt kommen (hat die Ärztin ausgerechnet), ich habe den 23. oder den 26. ausgerechnet und siehe da, am 23. ist es dann auch tatsächlich soweit: Rakete kommt als Sterngucker zur Welt. Minimeins ist stolzer großer Bruder und bleibt das auch das ganze Jahr über. Rakete ist ziemlich gelb, aber wir müssen zum Glück trotzdem nicht ins Krankenhaus.

Februar
Der Februar ist - wochenbettbedingt - irgendwie an mir vorbeigegangen. Macht glaub ich auch nix (für 2016 haben wir einen Kalender geschenkt bekommen, in dem der Februar gleich ganz fehlt - was soll uns das wohl sagen?). Ende des Monats kommt die erste Verwandtschaft zum Baby gucken, da ist Rakete schon einen Monat alt. Bei Minimeins kamen sie schon nach ein paar Tagen. Minimeins braucht übrigens tagsüber keine Windel mehr. Das hat er Anfang des Monats beschlossen und meistens klappt das auch. Nur nachts muß noch eine dran. Den ganzen Monat lang liegt Schnee, davon bekomme ich allerdings wenig mit.

März
Die nächste Verwandtschaft rückt an zum Babygucken und ich übernehme mich deswegen gewaltig. Ist halt doch noch Wochenbett, wenn auch spätes. Rakete ist zu faul zum Milch trinken und nimmt nicht richtig zu. Gut drauf ist er trotzdem. Wir müssen künstliche Milch zufüttern, was ich ziemlich furchtbar finde. Immerhin bringt es etwas. Er wird zwar nicht mopsiger dadurch, aber nimmt immerhin das Minimum, was er zunehmen soll, zu. Mein Bootcamp-Rückbildungskurs geht los. Nach dem ersten Mal habe ich zwei Tage lang Muskelkater. Nach dem zweiten Termin auch. Na, Hauptsache es bringt was. Ende des Monats fahren wir gen Norden, um verschiedene Häuser anzusehen. Wir entscheiden uns für eins, unterschreiben den Mietvertrag und Ende des Monats schreibe ich diverse Kündigungen. 

April
Im April melde ich Minimeins am neuen Wohnort im Kindergarten an. Außerdem muß ich alle zwei Stunden Rakete wecken und zum Essen nötigen. Passt ihm natürlich nicht, er ist müde und pennt dauernd wieder ein. Anstrengend ist da, für uns beide. Der Power-Rückbildungskurs geht noch bis Ende es Monats weiter und ich habe immer noch jedes Mal Muskelkater. Außerdem ist Ostern, wir färben Eier und Minimeins hat jede Menge Spaß beim Suchen. Darüberhinaus wirft der Umzug seine Schatten voraus und wir überlegen, was mit umgezogen wird, was nicht, was wir neu anschaffen müssen und überhaupt. Wir packen schon mal den Keller in Kartons und ich fahre ein paar Mal los, um Sachen zu spenden und zu entsorgen. Außerdem machen wir Umzugsfirmencasting. Das ist ziemlich interessant, finde ich. Ende des Monats hat der Mann Geburtstag, gefeiert wird aber erst im Mai.

Mai
Ich bin erkältet und es ist affenheiß. Beide Kinder müssen zu den Vorsorgeuntersuchungen, eines wird geimpft. Rakete hat endlich die 5kg-Marke geknackt und damit immerhin schon ein ganzes Kilo seit der Geburt zugenommen (in vier Monaten...). Wir feiern des Mannes Geburtstag und gleichzeitig den Abschied von München. Außerdem ist noch Grand Prix und ich versuche mein Fahrrad zu verkaufen. Der Nachmieter ist auch etwas seltsam. Der Umzug steht quasi schon vor der Tür, mit zwei Kindern im Schlepptau - selbst wenn eines recht lange im Kindergarten bleiben kann - schafft man viel weniger als man sich so vornimmt. Vor allem, weil man das andere je gefühlt ständig füttert, nachfüttert, wickelt, und zum Essen weckt. Und Flaschen abwäscht. Ende des Monats hat Minimeins Geburtstag, wir feiern den ersten Kindergeburtstag und am Tag drauf fangen wir an,die Zelte abzubrechen bzw. unser Hab und Gut in Kartons zu verstauen. Der Mann meint, wir brauchen weniger als 100 Kartons, ich tippe auf eher um die 120. Seit Ende des Monats hat der Mann Elternzeit (bis Ende Juli).

Juni
Anfang Juni ziehen wir um und kehren München nach knapp neun Jahren den Rücken. Wurde auch Zeit, vermutlich hätten wir später den Absprung nicht mehr geschafft. Ich fahre schon einen Tag vorher mit den Kindern nach Norden (Sonntag), der Gatte verarztet am Umzugstage selbst (Montag) noch die Umzugsfirma und kommt dann mit dem Motorrad nach. Die Jungs mit den Möbeln und den Kartons kommen am nächsten Tag an (Dienstag). Minimeins beschließt, im neuen Zuhause endlich keinen Schnuller mehr zu brauchen (vorherige Versuche, ihn zu entwöhnen, haben regelmäßig im Drama geendet) und siehe da, es geht tatsächlich von einem auf den anderen Tag. Wir haben plötzlich Garten, gefühlt eine Million Kartons, die ausgepackt werden wollen, brauchen dringend ein Sofa, es ist Sommer (richtig Sommer mit heiß und trocken und so), sind auf verschiedenen Geburtstagsfeiern und irgendwie vergeht die Zeit wie im Flug. Die Nachbarn sind ganz in Ordnung und die Wette mit den Kartons habe ich gewonnen, es waren 114. (Auf den versprochenen Kasten Bier warte ich immer noch.) WIr besichtigen den Kindergarten, in den Minimeins gehen wird. Rakete bekommt den ersten Möhrchenbrei. Das mit dem Essen hat er zügig kapiert.

Juli
Der Juli beginnt noch heißer als der Juni endete, Tante D. kommt zu Besuch und verschiedene andere auch. Wir machen Wasserschlachten, essen Eis, treiben uns (viel zu) oft in Bau- und Gartenmärkten rum, mäandern so durch die Tage und Wochen. Der Mann hat immer noch Elternzeit, was die Kinder daran hindert, einen vernünftigen (Tages-)Rhythmus zu entwickeln. Langsam geht mir das auf den Keks und ich mache drei Kreuze, als er Ende des Monats endlich wieder ins Büro darf. (Vermutlich hätte ich ihn sonst noch kielgeholt.) Minimeins quasselt ohne Unterlass, woraus so manches Bonmot entsteht (für mich jedenfalls). Der Nachmieter der Münchner Wohnung meldet sich nochmal und wird dabei unfreundlich, gut, daß ich damit nix mehr zu tun habe. Rakete nimmt deutlich zu und ist schon ein halbes Jahr alt. 

August
Minimeins hat endlich seinen ersten Kindergartentag. Die Eingewöhnung nervt uns beide ein wenig ("Mama, mußt Du heute schon wieder dableiben?" "Können wir endlich ein bißchen länger spielen?" "Kann ich endlich im Kindergarten Mittagessen?"), der Kindergarten ist leider nicht ganz so flexibel, wie es im Kennenlerngespräch den Anschein hatte. Es ist weiterhin heiß und sommerlich, wir essen viel Eis, der Garten blüht und ich gieße jeden Abend ganz schön viel Wasser an die Blumen. Es kommt wieder Besuch, sehr fein und nett und es stehen weiterhin diverse Geburtstagsfeiern an. Ansonsten passiert wenig, es sind Sommerferien, das Land hat geschlossen. Außerdem ist es zu warm für irgendwas anderes. Rakete tut mit seinen ersten Zähnen rum und ist unleidlich. Die festere Nahrung scheint ihm zu schmecken, er nimmt kontinuierlich weiter zu. Vielleicht war Milch nicht sein Ding.

September
Der Sommer macht Pause, als Onkel Fox zu Besuch kommt. Minimeins ist zum ersten Mal hier auf einen Kindergeburtstag eingeladen, das Stadtfest findet statt (hier ist überhaupt immer überraschend viel los, damit hätte ich gar nicht gerechnet), wir zeigen Fox das Meer und das andere Meer, sind recht viel unterwegs und zack! ist der Monat auch schon wieder rum. Rakete meckert wegen seiner Zähne rum, aber es ist noch keiner davon in Sicht. Immerhin hat das Baby in den letzten 4 Monaten (seit wir hier oben wohnen) 4kg zugenommen (jeden Monat eins), das ist eine gute Bilanz.

Oktober
Raketes erster Zahn kommt raus und er bringt gleich seinen Kumpel mit. Ich habe Geburtstag und wir verbinden das Ereignis mit der längst fälligen Einweihungsparty. Die ist gut besucht, zahlreiche Kinder sind auch dabei und amüsieren sich prächtig (wie viele es genau waren, weiß ich gar nicht, irgendwas zwischen 12 und 15 Stück), das gesamt Spielzeug aufzuräumen dauert länger, als die Spuren der eigentlichen Feier zu beseitigen. Ende des Monats fahren wir alle zu Besuch nach München und prompt wird Minimeins krank (ziemlich krank mit 40° Fieber und alles doof). Er übersteht es (wir lassen aber ein paar Programmpunkte ausfallen) und als er wieder fit ist, hängen Rakete und ich in den Seilen. 

November
Rakete und ich sind krank, der November ist anfangs sehr spätsommerlich, Rakete jammert wieder wegen neuer Zähne rum und Minimeins redet ohne Unterlaß. Rakete wird zum Fluchtzwerg, wir erledigen schon mal ein paar Dinge, zu denen man in der Adventszeit nicht kommt (Kekse backen und essen, Kakao mit Sahne trinken...), ich muß eine Laterne fürs Kindergartenlaternenfest basteln (Höchststrafe!), das Laternenfest findet statt, Rakete und ich können noch in einen laufenden Delfi-Kurs (Babyturnen) einsteigen und Minimeins findet, daß wir zu wenig Geburtstag feiern und deswegen feiern wir spontan Raketes 10. Monatsgeburtstag. Drei Tage lang. Ich kaufe mir einen neuen Computer und der Mann dreht deswegen ein bißchen hohl. Verstehe ich immer noch nicht. Ich freunde mich ein wenig mit einer andern Kindergartenmutter an. Schön, wenn man mal wieder mit Erwachsenen reden kann und nicht immer nur mit max. dreijährigen. Inzwischen haben wir uns alle ein wenig eingelebt, ich kenne mich sogar schon ein wenig im Ort und im Umland aus.

Dezember
Hurra, endlich Advent! Und Adventskalender! Mit Schokolade! Und Nikolaustag! Und Weihnachstmarkt! Und Kindergartenausflug zum Weihnachtsmusical (Pinocchio im GOP Hannover). Und überhaupt stehen plötzlich diverse Termin ins Haus, das Kind geht hier und da noch mal spielen und hier gibt es (wieder) einen Adventskalender. Nach Bremen zum Weihnachtsmarkt fahren wir auch noch. Minimeins ist noch mal krank, was meine Pläne etwas durcheinander bringt, das Christkind hat eine Paketstation in unserem Arbeitszimmer, aber sämtliche Schlüssel des Obergeschosses sind verschwunden - und bleiben es auch. Dann ist plötzlich Weihnachten, es gibt sehr viele Geschenke für die Kinder und zwei neue Zähne für Rakete, der Mann ist immer noch ein wenig seltsam wegen meines neuen Computers (vielleicht hat er ja auch Midlifecrisis???), wir fahren an den Feiertagen zu den Omas und Opas (das entfiel ja in den letzten Jahren meistens) und die Zeit zwischen den Jahren war früher auch mal länger, oder?

Insgesamt war 2015 ein ereignisreiches Jahr, fand ich. Viel Umbruch jedenfalls. Dafür habe ich aber erfreulich viel gestrickt (Pullover, Socken, Schals, Mützen und sogar Handschuhe und schlußendlich noch ein paar Weihnachtsgeschenke) und erschreckend wenig gelesen. Rakete scheint sich schon wieder ein bis zwei neue Zähne zulegen zu wollen und jammert schon wieder rum... 

Mal sehen, was 2016 bringt.

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Bücher 2015

Letztes Jahr habe ich das ja etwas schleifen lassen, aber dieses Jahr habe ichs dann doch wieder geschafft und meine Bücherliste über das Jahr geführt. Ich habe erschreckend wenig gelesen (dafür viel gestrickt und viel bei Ravelry gesurft), deswegen gabs da auch nicht so viel aufzulisten. Könnte sein, daß ich im Rahmen des Umzugs nicht alles erfasst habe, aber ich glaube in der Phase habe ich eher Möbelkataloge gewälzt, die zählen ja nicht. (Und letztlich haben wir unser Sofa ja dann doch bei Ikea gekauft.)

Ansonsten wie immer:
Sternchen heißt Leseempfehlung*, kursiv heißt Finger weg.

1. Jean-Luc Bannalec: Bretonische Verhältnisse*
Der kam dann noch mal kurz drauf im Fernsehen - gaaanz übel gemacht, eigentlich ein ganz anderer Film mit den Figuren aus dem Buch. Schade. Das Buch ist nämlich eigentlich gut.

2. Claudia Winter: Aprikosenküsse (k)
Ganz nette Schnulze für zwischendurch.

3. Leonie Jakobs: Schön macht’s nicht, aber glücklich – ein ehrlicher Schwangerschaftsroman
Ich hatte Hormone, da war das ganz richtig.

4. Ben Aaronovitch: Ein Wispern unter Baker Street* (k)
Seeeeehr cool. Und seeeeehr seltsam. Vermutlich noch besser, wenn man sich (gut) in London auskennt.

5. Kai Twilfer: Schantall, tu ma die Omma winken!
So ein ärgerliches Buch, ganz schrecklich. Arrogant, überheblich, verachtend geschrieben. Habs nicht zu Ende gelesen. Kann man auch nicht weiterverschenken, so einen Schrott. Das einzige Buch, das ich in den letzten Jahren weggeworfen habe.

6. Anita Augustin: Der Zwerg reinigt den Kittel
Österreichischer Humor, wenn man das mag, dann ist das Buch gut. Ich finde den gelegentlich eher anstrengend. Außerdem finde ich, man hätte noch mehr aus dem Plot rausholen können.

7. Isabel Völker: Mein Kind hat Deine Läuse
Hoffentlich stark übertrieben. Leider vermutlich nicht.

8. Julia Karnick: Ich glaube, der Fliesenleger ist tot*
Auch beim zweiten Mal noch lustig.

9. Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho*
Fortsetzung von Nr. 4 (oder umgekehrt). Ich mag diese Krimis.

10. Krischan Koch: Rollmopskommando
Ein Zufallsfund in der Bücherei. Eher seichter Roman, scheint eine Parodie auf diverse Stars und Sternchen zu sein, sagte mir aber wenig.

11. Florian Illies: 1913 - der Sommer des Jahrhunderts
Hat wohl jeder so halb gelesen. Ich fand den Ansatz ganz gut, für mich persönlich wars aber zuviel Kunstgeschichte und zu wenig Geschichte. Aber nichtsdestoweniger durchaus interessant.

12. Pia Ziefle: Suna*
Fette Leseempfehlung. Selten hat mich ein Buch so in den Bann gezogen. Extrem gut geschrieben.

13. Sandra Girod: Nenn mich nicht Hasi!
Auch so'n Büchereifund. Nett für zwischendurch, nicht besonders anspruchsvoll, kann man auch total übermüdet lesen.

14. Adriana Altaras: doitscha
Ich hatte vor einer Weile das erste Buch von ihr gelesen (Titos Brille) und wollte die Protagonisten gern die ganze Zeit schütteln. Insofern war dieses Buch besser, da wollte ich nur noch die Hälfte schütteln. Ansonsten: gut zu lesen, aber irgendwie hm.

15. Renate Bergmann: Über Topflappen freut sich ja jeder
Ganz nett, zwischendurch ein bißchen konstruiert, aber mit sehr weihnachtlichem FriedeFreudeEierkuchen-Ende. Kann man gut zwischendurch lesen.

16. Jean-Yves Ferri, Didier Conrad: Der Papyrus des Cäsar
Pflichtlektüre. Der vorherige Band war deutlich besser, dieser hier nimmt eher Bezug auf aktuelles Zeitgeschehen.

Und das wars auch schon. Erschreckend wenig, sag ich ja. Ein paar Comics waren sicher noch dabei, die habe ich nicht mit auf die Liste geschrieben. Und x-fach diverse Kinderbücher (Michel aus Lönneberga, Petterson und Findus, die Kuh Lieselotte...).

Frühere Jahre:

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Und während ich das hier schreibe, singt kräht Minimeins: "ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Dort oben leuchten die Sterne und (Pause - Pause - Pause) ... wir leuchten auch. Rabimmel, rabumm, bumm, bumm."

Wenig melodiös, aber laut und inbrünstig. Nicht ganz textsicher, aber er scheint immerhin den Gesamtzusammenhang verstanden zu haben.

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Donnerstag, Dezember 24, 2015

Das 24. Türchen: Frohe Weihnachten

Natürlich mit dem obligatorischen Bild vom Baum (er hat in der oberen Hälfte noch Potential und zu klein ist er auch, deswegen mußte er aufs Höckerchen...).



Frohe Weihnachten Euch allen!

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Mittwoch, Dezember 23, 2015

Das 23. Türchen: Last Minute

In letzter Minute sind doch tatsächlich noch zwei Geschenke fertiggeworden (ich weiß zwar nicht genau, wann eigentlich, aber irgendwie ergibt "hier mal ne Reihe und da mal eine" dann doch irgendwann ein fertiges Stück).

Für Minimeins eine Mütze mit Shaun, dem Schaf, im Doppelstrick. Das bedeutet, daß die Außen- und die Innenseite farbverkehrt sind und gleichzeitig gestrickt werden. Das hat mir doch einiges an Konzentration abverlangt, mehr als mir lieb war. Aber ich habe was neues ausprobiert und es ist ganz hübsch geworden, finde ich (und warm!). Auch wenns überraschend lange gedauert hat und sicher noch einiges an Verbesserungspotential hat. Aber sie war Montag abend fertig. Gerade noch rechtzeitig.

vorne

hinten




Für Rakete gabs eine Hose. An sich finde ich Strickhosen eher so naja. Also ziemlich naja. Aber er rutscht den ganzen Tag auf dem Bauch über die doch eher kalten Fliesen. Vom Krabbeln hält er wenig bis nix, da muß man ja den Bauch hochheben. Um sich besser bewegen zu können, trägt das Baby von Welt nämlich meistens nur eine Strumpfhose, die ist ja auch nicht so dick und wärmend. Folglich ist das Kind meist eher kalt bzw. es hat kalte Beine. Und da ist eine Hose, die ihm Bewegungsfreiheit lässt, ja vielleicht doch nicht so verkehrt. Hoffentlich passt sie so lange, bis er laufen kann (oder es alternativ wieder wärmer wird). Leider fängt die Kamera die Farbe nicht annähernd ein. Ich werde mal versuchen, noch ein Bild mit Kind drin zu machen. Die Hose ist ganz gerade geschnitten, angezogen sieht das aus wie eine Schlaghose, das finde ich am Kind ziemlich cool :-D


So, und jetzt ist mal Feierabend. Alles erledigt (aufräumen auch - also fast) und einen Glühwein habe ich auch schon getrunken. Mit einem fröhlichen Tirili geben wir zurück in die Sendezentrale.

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Dienstag, Dezember 22, 2015

Das 22. Türchen: alles erledigt?

Wirklich alles erledigt? Tja, man weiß es nicht so genau. Scheint aber so.

Die Weihnachtskarten sind dieses Jahr immerhin nur meiner Handschrift und nicht dem allgemeinen Chaos zum Opfer gefallen. Zwei Stück liegen hier noch, da müssen noch Briefmarken drauf und das hatte ich heute nachmittag, als ich mit Minimeins zum Wertstoffhof und zum Einkaufen fuhr, vergessen. Nun ja, kommen sie wohl erst nach den Feiertagen an. Die gehen nach Bayern, das klappt nicht mehr innerhalb eines Tages. Ich habe aber auch nicht viele Karten geschrieben, zugegeben.

Gestern war ich bei der Post, die letzten Pakete/Päckchen aufgeben. Die Idee hatten noch zwei, drei andere... die Schlange ging bis auf die Straße raus. Der Briefmarkenautomat war leider auch kaputt, so daß die ganzen Briefverschicker auch noch in der Schlange standen. Die benachbarte Bäckerei hätte einen mobilen Brötchen- und Kaffeeverkäufer in der Post rumgehen lassen sollen, das hätte sich sicher rentiert. Der Postbedienstete war extrem maulfaul, haut außer dem zu zahlenden Preis nix gesagt, nicht mal "Guten Tag". Da kriegisch ja Hals, wenn einer die Zähne nicht mal für Begrüßung und Verabschiedung auseinanderbekommt. Mein Geduldsvorrat für den gesamten Tag war dann schon nach dem Postbesuch aufgebraucht. Hurra.

Heute dann Großeinkauf für die Feiertage (Wir könnten verhungern! Zu Hülf! Schafft kistenweise das Zeug raus!), zusammen mit Minimeins. Der hat die Langsamkeit neu erfunden, so daß wir - sogar ohne Anstehen an der Fleischtheke - ewig und drei Tage gebraucht haben. Immerhin wurde er nicht von einem der Warenwagen (wie heißen die Dinger richtig, weiß das einer? Also die Teile, mit denen die Regalauffüller unterwegs sind, nicht die Einkaufswagen...) überfahren. Ich mußte spontan das Menü für den Heiligen Abend ändern, weil Putenschenkel aus waren. Stattdessen gibt es nun - wie beinahe jedes Jahr - wieder eine Pute. Diesmal aber wirklich nur eine kleine. Der Laden war höllisch voll, an den Kassen ging es trotzdem sehr flott voran. Nur zwei Nachbarn getroffen.

Am Samstag spätnachmittags waren wir noch bei Ikea. Ich brauchte ein paar Bilderrahmen und die Treppengitter. Wir waren auf das schlimmste gefasst, aber es war gar nicht so brechend voll wie befürchtet. Eigentlich war es sogar überraschend leer. Ich staune immer noch. Vor Ort nur eine Nachbarin und einen Kindergartenkollegen von Minimeins getroffen.

Adventsschwimmen waren wir auch. In Celle. War schön da. Minimeins hat es auch gefallen (die Rutsche!), er wollte gar nicht mehr nach Hause. Nur eine neue Badehose braucht er noch, ansonsten ist er inzwischen schon umfangreich ausgestattet mit Schwimmbrille, Schwimmflügeln und Poolnudel. Rakete hat sich auch tapfer gehalten und war bestimmt anderthalb Stunden im Wasser. Seitdem hat er nicht mehr aufgehört zu essen (außer wenn er schläft). Daß Baden hungrig macht - ok. Aber so???

Was an Geschenken für Heilig Abend zusammengebaut werden mußte, ist aufgebaut (Kindertisch und -stühle, Hochstuhl), die Kartons entsorgt und alle Geschenke eingepackt. Eine Kleinigkeit für den Mann hätte ich gern noch, mal sehen, ob das noch klappt. Außerdem muß ich noch ein Geschenk fertigstricken, aber da bin ich auf der Zielgeraden, das wird schon noch. Gestern abend ist noch ein anderes Geschenk fertiggeworden.

Morgen müssen wir "nur" noch
- Aufräumen und putzen
- Blumen gießen
- den Baum in den Ständer stecken und schmücken (mal sehen, wie Baumschmuck und Baby harmonieren...)
- die Kinder baden
- evtl. noch ein Geschenk und ganz sicher Brot kaufen
- Essen kochen bzw. vorbereiten
- die Kinder daran hindern, ins Büro zu laufen (die Schlüssel sind noch nicht wieder aufgetaucht)
- das 23. Türchen bloggen (hoffentlich fällt mir bis dahin was ein)

Das wird uns zwar den ganzen Tag beschäftigen, aber erscheint mir doch ein bewältigbares Pensum zu sein.

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