.comment-link {margin-left:.6em;}

bees Wohnzimmer

Dienstag, Juni 04, 2013

Who the f*** is Alice?

Unsere Kommunikationsmöglichkeiten sind gerade sehr eingeschränkt. Das nervt...

Wir hatten bislang Internet und Telefon über nennen wir ihn Anbieter A. Alles hübsch Flatrate, die Hardware wurde gestellt, der Wechsel vom vorherigen Provider zu A. hin hat auch reibungslos geklappt, alles prima. Grundsätzlich. Nur daß ich auf dem Sofa sitzend tagsüber nur noch ein sehr schwaches WLAN-Signal hatte und abends ca. 8x pro Stunde meinem Computer sagen sollte, er solle doch mal wieder nach unserem WLAN suchen und sich wieder einloggen. Das muß ich nur machen, wenn die Verbindung kurz weg war (was am Provider und nicht an meinem Computer liegt). Ab und zu ist das ja erträglich, aber so oft? Das ist dann doch sehr unpraktisch. Und ja, mein Computer ist alt (8,5 Jahre sind es inzwischen), aber er kann WLAN. Er braucht vielleicht ein stärkeres Signal als ein neueres Gerät, aber es funktioniert alles. Und ich will ja keinen neuen Computer kaufen, nur weil der Provider nicht vernünftig liefert. Mit dem Provider davor war das ja auch kein Problem.

Also hat der Mann bei A. nachgefragt, woran es denn liegen könnte und die waren sofort bereit, uns einen neuen, besseren Router zu stellen. Dabei wurde explizit gesagt, daß dieser eine größere Reichweite hätte. Ich kenne mich mit sowas nicht aus, ich muß das glauben (nein, ich will mich auch nicht damit beschäftigen, ich habe andere Kernkompetenzen).

Der neue Router kam, der Mann schloß ihn an, konfigurierte alles, und irgendwann lief das Ding dann auch. Ganz toll, jetzt kann man auch auf dem Klo superschnell im Internet surfen (wenn man die Zeit dafür hat...). Bloß im Wohnzimmer - da habe ich jetzt gar kein Internet mehr. Exakt unterm Türbogen erlischt das Signal von super auf nix mehr. Man schüttelt den Kopf und wundert sich. (Neuere Geräte haben noch ein schwaches Signal, mein alter Computer empfängt allerdings nix mehr.) Das bedeutet, ich kann zwar prima im Internet surfen, solange ich mich in Küche, Bad, Flur oder Kinderzimmer aufhalte (im Schlafzimmer habe ichs nicht getestet, im Treppenhaus ist der Empfang dafür auch super), aber im Wohnzimmer, wo ich abends denn doch ganz gerne sitze und das Internet leer lese, da geht es nicht. Toll. Wenn ich in meiner eigenen Wohnung schon nicht dort im Internet surfen kann, wo ich will, wo dann???

Der Mann rief wieder bei A. an, die gaben ein paar Tips, wie man den Router noch einstellen kann (u.a. Übertragungsgeschwindigkeit drosseln), aber es half leider nix. Alternativ hätten wir den alten Router wieder anstöpseln können, aber damit war ja auch keine vernünftige (i.S.v. stabile) Verbindung möglich. Da wir aber wissen, daß das grundsätzlich möglich ist (hat ja schon mal funktioniert), wollten wir uns also von A. verabschieden und zu einem anderen Anbieter wechseln. Der neue Anbieter, nennen wir ihn M., schickte also in unserem Namen die Kündigung zu A. und gleichzeitig einen sogenannten Portierungsauftrag. Damit wird die Rufnummer übernommen (und vermutlich passiert da im Hintergrund noch einiges, wovon ich weder was verstehe, noch was mitbekomme).

Wir bekamen dann Mitte Mai (die Kündigung erfolgte noch im April) von A. die Bestätigung, daß unser Vertrag zum 31. Mai enden würde. Kurz zuvor hatten wir vom neuen Provider M. einen Brief bekommen, in dem stand, daß A. behaupten würde, es läge ein neuer Vertrag vor, der gar nicht kündbar sei, folglich sei ein Wechsel nicht möglich und die Portierung würde nicht bearbeitet. Äh... hallo?

Wir haben (naja, der Mann hat, ich weniger) dann noch mal mit A. telefoniert, um bestätigen zu lassen, daß die Kündigung doch möglich sei, und die Kündigungsbestätigung, als wir sie dann vorliegen hatten, an den neuen Anbieter M. geschickt. Der hatte dann auch noch mal einen neuen Portierungsantrag an A. gestellt. Nachdem das dann erledigt war, bekamen wir wieder Post, diesmal vom neuen Anbieter M., der uns mitteilte, daß am 25. Juni nachmittags ein Techniker käme, um sich um den Anschluß zu kümmern. Äh... hallo??? A. beendet den Vertrag zum 31.5., M. beginnt erst ab 25.6., das sind 3,5 Wochen ohne Internet und Telefon, das ist ja schon etwas (etwas?!?) unpraktisch.

Also hat der Mann wieder telefoniert. Erst mit M., die sagen, A. habe den Portierungsauftrag erst so spät bearbeitet und würde daher erst zum 25. die Nummer freigeben. Dann mit A., die sagen, daß es nicht schneller geht, weil der Portierungsauftrag erst so spät, nämlich Mitte Mai, vorgelegen habe. Klar, wenn sie den von April auch einfach ignorieren... (Die Hotline von A. ist übrigens kostenpflichtig, die von M. kostenfrei...) Dann wieder mit M., was man denn machen könne. Die haben versprochen, sich zu kümmern und sich dann wieder zu melden. Kurz drauf rief Provider M. zurück und erklärte, man habe mit A. gesprochen, der sich kulanterweise bereit erklärt habe, den Vertrag noch bis zum 24.6. fortzuführen, damit wir keine Unterbrechung haben. Wir waren gespannt, ob das auch wirklich klappen würde...

Am Morgen des 1.6. dann funktionierte wunderbarerweise auch das Internet noch. Wir konnten auch raustelefonieren, alles prima. Ich war dann kurz außer Haus, der Mann rief mich auf dem Handy an, ich verpasste den Anruf (ich bin einfach nicht schnell genug, bis ich das klingelnde Handy in meiner Tasche geortet, hervorgekramt und aus seiner Schutzpelle befreit habe, ist der Anrufer meist schon wieder weg), versuchte zurückzurufen und bekam nicht mal ein Freizeichen. Nun ja, kann passieren. Später noch mal versucht, dasselbe Ergebnis. Am Nachmittag noch mal versucht: wieder nix. Wir sind also telefonisch nicht erreichbar*. Ausgesprochen unpraktisch.

Also wieder bei A. anrufen, diesmal bei der Störungsstelle. Ja, da sei eine Störung, bestätigte A. Durch die Geschichte mit der Vertragsbeendigung zum 31.5. und dann doch -fortführung bis zum 24.6. sei da was durcheinander geraten. Man werde sich aber schnellstmöglich kümmern, damit wir wieder angerufen werden können.

Das war am 1. Juni. Mittlerweile ist der 4. und das Telefon geht immer noch nicht. Das weiß die Störstelle bei A. auch, haben sie uns heute mittag noch mal bestätigt, als der Mann dort wieder anrief.

Ich bin ja inzwischen etwas skeptisch, ob wir unsere (schöne und gut zu merkende) Telefonnummer behalten werden...

Man, ist das alles nervig und gnarfig. Wir wollen doch nur schnelles Internet in der ganzen Wohnung (nur so ein Hinweis: wir sind im 21. Jahrhundert und leben in einer Großstadt) und einen voll funktionsfähigen Telefonanschluß...

Wir sind immerhin während dieser dreieinhalb Wochen Übergangszeit zwischen den beiden Providern eine Woche im Urlaub. Wetten werden noch angenommen, ob der Telefonanschluß am Tag unserer Abfahrt in den Urlaub dann wieder funktioniert oder noch vor dem 24. wieder oder gar nicht mehr.

Hmpft. So lange eiere ich also behelfsmäßig rum (grad sitze ich im Kinderzimmer; Mann und Kind sind ins Schwimmbad gegangen). Schön ist das nicht, vor allem, weil man ja trotzdem die volle Leistung bezahlen muß. Ich hoffe, daß wir ab Ende Juni dann wieder besser erreichbar sind.**


______________________________

* Handyempfang habe ich in unserer Wohnung auch fast nur am Fenster. Das liegt zum einen am Anbieter, zum anderen aber auch am Telefon. Ich habe mir leider ein totales Schrottgerät aufschwatzen lassen und muß jetzt mit den Konsequenzen leben. Ab nächsten Februar werde ich aber ein anderes Telefon benutzen. Ob das wieder ein Smartphone wird oder doch wieder ein "normales" Handy, weiß ich noch nicht, wenn ersteres, dann aber sicher nicht mit dem Samsung-eigenen Betriebssystem bada. Das ist nämlich Murks. Hat mir der Kerl im Handyladen dann auch gesagt (da hatte ich das allerdings auch schon selber rausgefunden), das war zum Glück ein anderer, als der, der mir das Teil aufschwatzte.

** Wir haben zwar als Notlösung im Wohnzimmer noch eine Telefondose, die auch funktioniert, aber dann muß ich jedesmal den alten Router dort anstöpseln und den neuen an der anderen Telefondose ausstöpseln (Jugend kriecht hinterm Schrank rum). Das Telefon hängt am neuen Router, d.h. selbst wenn es funktionierte, wären wir telefonisch nicht erreichbar, weil der dazugehörige Router ja ausgestöpselt ist. Die ganze Technik einfach komplett ins Wohnzimmer zu verlegen, war bislang auch keine Lösung, weil die Dose an der Tür ist und dann erst an der nächsten Wand wieder ein Schrank steht, auf den man das ganze (Router, Telefon, Kabel) dann drauf- oder reinstellen könnte. Und was passiert, wenn man ein laaaaaanges Kabel an der Wand lang liegen läßt und einen einjährigen darauf loslässt? Richtig, Kabeltauziehen. Großartig. Nicht. 

0 Comments:

Kommentar veröffentlichen

Links to this post:

Link erstellen

<< Home