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bees Wohnzimmer

Sonntag, Mai 05, 2013

Tagebuchbloggen: der fünfte Mai

Frau Brüllen ruft zum Tagebuchbloggen an jedem fünften des Monats auf. Findischgut, machischmit.

Der Tag beginnt eigentlich erst mal mit ins Bett gehen. Schon wieder so spät geworden, fast halb eins, bis ich im Bett bin. Und dann muß ich erst mal mein Bett freiräumen, da liegt nämlich ein Minimeins und pennt tief und fest. So fest, daß er gegen das Umlegen Umbetten nichts einzuwenden hat und einfach weiterpennt. Schön für ihn, schön für mich, leider kann ich es ihm nicht gleichtun. Der Mann neben mir liegt auch im Bett wie ein gefällter Baum und schläft tief und fest, nur ich bin mal wieder wach. Da liege ich nun wach zwischen den schlafenden.

Manchmal glaube ich, ich bin ein Vampir. Nachts kann ich nicht schlafen und mein Spiegelbild habe ich auch schon lange nicht mehr wahrgenommen. Je nun. Ich denke mal, daß ich irgendwann eingeschlafen bin, sonst hätte Minimeins mich ja nicht wecken können... irgendwann wird er wach, weint und zappelt rum. Er lässt sich nur schwerlich mit Teeflasche und Schnuller (und Händchenhalten) beruhigen und wandert in seinem Bettchen herum. Irgendwie kann er einfach nicht stillliegen, um wieder einzuschlafen. Nach gefühlten Stunden kriegt der Kleine dann doch noch irgendwann die Kurve - allerdings nicht mehr in seinem Bettchen, sondern bei uns in der Besucherritze und in meinem Arm. 

Als das Kindchen endlich (wieder) schläft und ich meinen Arm zurück habe, darf ich auch endlich schlafen. Aber ständig kommt das Kind hinterhergerollt. Hatten wir das nicht schon mal? Jedenfalls schlafe ich mehr schlecht als recht und irgendwann begehrt das Kindchen aufzustehen. Totstellen hilft nix, der Knabe ist wach. Ich schicke den Mann das Kind wickeln und als die beiden zurückkommen, ist es schon 8. ("Schon 8" - daß ich mich das mal sagen höre schreiben lese...) Immerhin hat das Kindchen schon ein Gläschen intus und spielt friedlich. Leider tut es das auf meinem Gesicht liegend, der Mann hat das Kind nämlich freundlicherweise ins Bett gelegt und das Kinneken ist gleich freudig zu mir gerobbt. Oder besser gesagt: auf mich drauf. Na toll. Wir liegen alle noch ein bißchen im Bett rum (wobei das Verb "liegen" eigentlich völlig unzutreffend ist, was das Minimeins angeht) und stehen dann doch mal irgendwann auf und frühstücken. Minimeins futtert, als hätte er seit Tagen nix bekommen (ganz der Papa) und so gegen 11 haben wir endlich alles zusammengesucht und sind aufbruchbereit.

Heute ist im Bauzentrum Poing Tag der offenen Tür und da sind wir mal hingefahren*. (Leider verpassen wir deswegen die Sendung mit der Maus.) Dort stehen ein paar viele Fertighäuser, die man besichtigen kann. Nein, wir planen nichts konkretes, aber früher oder später zahle ich doch lieber einen Kredit für was eigenes ab als weiterhin Miete. Ungefähr die Hälfte der Häuser dort schauen wir uns an, laufen treppauf, treppab, schleppen das Kind treppauf, treppab und tragen ein paar Infos nicht nur treppauf und treppab, sondern auch nach Hause.

Minimeins hat deswegen weder Vormittags- noch Mittagsschlaf gehalten, war aber bester Laune und hat alle mit seinen großen Kulleraugen begeistert. Ich hatte ja ein bißchen damit gerechnet, daß da irgendwo ein Bratwurststand ist (als wir das letzte Mal - nicht letztes Jahr, vielleicht das davor? - da waren, gab es einen), aber dem war leider nicht so. Gabs halt nur Kekse. Das Kind war immerhin gut versorgt, der Mann hat irgendwo Gummibärchen bekommen und ich habe auf dem Rückweg noch ein Eis gegessen. Ausgewogene Ernährung...

Gegen halb 5 sind wir dann zurückgefahren und das Kind ist prompt eingeschlafen. Als wir etwa ein halbe Stunde später zu Hause ankamen, war der kleine not amused, weil er natürlich aufgewacht ist, als ich ihn aus seinem Autositz gepult habe. Die schlechte Laune hielt auch zu Hause an, alles war doof. Also das Kind in den Schlafanzug gesteckt, gefüttert (ein Leberwurstbrot, ein Frischkäsebrot, ein halbes Obstgläschen) und ins Bett gesteckt.

Der Mann telefoniert derweil, so daß ich leider nicht das machen kann, was ich gern machen will: unseren Router woanders anschließen. Wir haben nämlich 2 Telefondosen (eine im Arbeits-, eine im Wohnzimmer), die überraschenderweise auch beide funktionieren, allerdings nur entweder-oder. Warum auch immer. Ich will mal ausprobieren, ob ich dann im Wohnzimmer wieder ins Internet komme - das war nämlich die letzten Tage nicht so. Seit wir den laut Provider besseren Router haben, könnte ich unter der Dusche superschnell ins Internet, allerdings kann ich auf dem Sofa sitzend mit meinem Laptop nur noch ein langes Gesicht machen. Internet ist nicht mehr. Und das ist ja nun hochgradig bescheuert, wenn ich in meiner eigenen Wohnung nicht mal mehr da surfen kann, wo ich will, nämlich auf dem Sofa. (Jaja, theoretisch könnte ich mit einem Laptop auch zum Internet hinwandern - es hört nämlich grandioserweise direkt vor der Wohnzimmertür auf - aber ich habe vor ein paar Jahren meinen Akku zerschossen und sehe keine Notwendigkeit, in einen neuen zu investieren; auch wenn das gelegentlich ein bißchen unpraktisch ist.)

Je nun, da der Mann nun telefoniert, kann ich das folglich nicht machen, fege ich also erst mal den Balkon und gieße die Blumen. Danach geht allerdings das oben beschriebene endlich, funktioniert sogar (bisher hatte ich das nur vermutet) und ich kann - zwar nicht per WLAN, aber immerhin per Kabel - endlich mal wieder ins Internet, und das nicht nur hoppeldipoppel mit irgendeinem Mobilgerät. Leider erinnere ich mich nicht mehr an alles, was mir im Laufe der Woche so eingefallen ist, was ich im Netz gucken, lesen etc. wollte. Gefühlt kann ich mich an 97% nicht erinnern - also wird es wohl nicht so wichtig gewesen sein.

Ich lese mich dann noch durch verschiedene Blogs, schreibe diesen Eintrag, schaukele zwischendurch das Kind wieder in den Schlaf (der Mann auch - warum macht der Kleine momentan eigentlich so ein Drama???) und wir gucken (ich eher so nebenbei) den Rest der ersten Staffel Hustle

Und plötzlich ist es schon wieder halb 12, das Wochenende ist schon wieder rum, und die Nacht wird wahrscheinlich wieder übersichtlich mit Schlaf versehen sein. Müde bin ich nämlich grad nicht so richtig... (vorhin um 6, als ich das Kind ins Bett steckte, da... aber lassen wir das.)

Gute Nacht.


P.S.: Hier übrigens der fünfte April.

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* Die Idee, dorthin zu fahren, hatten noch 2, 3 Millionen andere Leute, so daß der Parkplatz natürlich schon voll war, als wir endlich ankamen. Aber vor der Besamungsstation haben wir noch einen gefunden. Ich muß ja immer sehr an mich halten, um da keine Witzchen Wortspielhöllchen drüber zu machen.

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