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bees Wohnzimmer

Donnerstag, Dezember 31, 2015

Jahresrückblick 2015

Letztes Jahr habe ich so einen Jahresrückblick erstmals gemacht, eher als Überbrückungsmusik, da ich meine jährliche Bücherliste nicht geführt hatte, aber eigentlich ist das ja auch ganz schön. Also dieses Jahr wieder. Mal sehen, was ich noch so zusammenbekomme, es ist so viel einschneidendes passiert dieses Jahr (ein neues Kind und ein weiter Umzug, das ist viel, finde ich).

Januar
Im Januar bin ich erst mal schwer erkältet und dann (stricke und) warte ich hauptsächlich vor mich hin. Deswegen erzähle ich, wie es überhaupt dazu kam, daß Minimeins zu Hause geboren wurde (und Rakete dann später auch). Das Baby soll am 28. Januar zur Welt kommen (hat die Ärztin ausgerechnet), ich habe den 23. oder den 26. ausgerechnet und siehe da, am 23. ist es dann auch tatsächlich soweit: Rakete kommt als Sterngucker zur Welt. Minimeins ist stolzer großer Bruder und bleibt das auch das ganze Jahr über. Rakete ist ziemlich gelb, aber wir müssen zum Glück trotzdem nicht ins Krankenhaus.

Februar
Der Februar ist - wochenbettbedingt - irgendwie an mir vorbeigegangen. Macht glaub ich auch nix (für 2016 haben wir einen Kalender geschenkt bekommen, in dem der Februar gleich ganz fehlt - was soll uns das wohl sagen?). Ende des Monats kommt die erste Verwandtschaft zum Baby gucken, da ist Rakete schon einen Monat alt. Bei Minimeins kamen sie schon nach ein paar Tagen. Minimeins braucht übrigens tagsüber keine Windel mehr. Das hat er Anfang des Monats beschlossen und meistens klappt das auch. Nur nachts muß noch eine dran. Den ganzen Monat lang liegt Schnee, davon bekomme ich allerdings wenig mit.

März
Die nächste Verwandtschaft rückt an zum Babygucken und ich übernehme mich deswegen gewaltig. Ist halt doch noch Wochenbett, wenn auch spätes. Rakete ist zu faul zum Milch trinken und nimmt nicht richtig zu. Gut drauf ist er trotzdem. Wir müssen künstliche Milch zufüttern, was ich ziemlich furchtbar finde. Immerhin bringt es etwas. Er wird zwar nicht mopsiger dadurch, aber nimmt immerhin das Minimum, was er zunehmen soll, zu. Mein Bootcamp-Rückbildungskurs geht los. Nach dem ersten Mal habe ich zwei Tage lang Muskelkater. Nach dem zweiten Termin auch. Na, Hauptsache es bringt was. Ende des Monats fahren wir gen Norden, um verschiedene Häuser anzusehen. Wir entscheiden uns für eins, unterschreiben den Mietvertrag und Ende des Monats schreibe ich diverse Kündigungen. 

April
Im April melde ich Minimeins am neuen Wohnort im Kindergarten an. Außerdem muß ich alle zwei Stunden Rakete wecken und zum Essen nötigen. Passt ihm natürlich nicht, er ist müde und pennt dauernd wieder ein. Anstrengend ist da, für uns beide. Der Power-Rückbildungskurs geht noch bis Ende es Monats weiter und ich habe immer noch jedes Mal Muskelkater. Außerdem ist Ostern, wir färben Eier und Minimeins hat jede Menge Spaß beim Suchen. Darüberhinaus wirft der Umzug seine Schatten voraus und wir überlegen, was mit umgezogen wird, was nicht, was wir neu anschaffen müssen und überhaupt. Wir packen schon mal den Keller in Kartons und ich fahre ein paar Mal los, um Sachen zu spenden und zu entsorgen. Außerdem machen wir Umzugsfirmencasting. Das ist ziemlich interessant, finde ich. Ende des Monats hat der Mann Geburtstag, gefeiert wird aber erst im Mai.

Mai
Ich bin erkältet und es ist affenheiß. Beide Kinder müssen zu den Vorsorgeuntersuchungen, eines wird geimpft. Rakete hat endlich die 5kg-Marke geknackt und damit immerhin schon ein ganzes Kilo seit der Geburt zugenommen (in vier Monaten...). Wir feiern des Mannes Geburtstag und gleichzeitig den Abschied von München. Außerdem ist noch Grand Prix und ich versuche mein Fahrrad zu verkaufen. Der Nachmieter ist auch etwas seltsam. Der Umzug steht quasi schon vor der Tür, mit zwei Kindern im Schlepptau - selbst wenn eines recht lange im Kindergarten bleiben kann - schafft man viel weniger als man sich so vornimmt. Vor allem, weil man das andere je gefühlt ständig füttert, nachfüttert, wickelt, und zum Essen weckt. Und Flaschen abwäscht. Ende des Monats hat Minimeins Geburtstag, wir feiern den ersten Kindergeburtstag und am Tag drauf fangen wir an,die Zelte abzubrechen bzw. unser Hab und Gut in Kartons zu verstauen. Der Mann meint, wir brauchen weniger als 100 Kartons, ich tippe auf eher um die 120. Seit Ende des Monats hat der Mann Elternzeit (bis Ende Juli).

Juni
Anfang Juni ziehen wir um und kehren München nach knapp neun Jahren den Rücken. Wurde auch Zeit, vermutlich hätten wir später den Absprung nicht mehr geschafft. Ich fahre schon einen Tag vorher mit den Kindern nach Norden (Sonntag), der Gatte verarztet am Umzugstage selbst (Montag) noch die Umzugsfirma und kommt dann mit dem Motorrad nach. Die Jungs mit den Möbeln und den Kartons kommen am nächsten Tag an (Dienstag). Minimeins beschließt, im neuen Zuhause endlich keinen Schnuller mehr zu brauchen (vorherige Versuche, ihn zu entwöhnen, haben regelmäßig im Drama geendet) und siehe da, es geht tatsächlich von einem auf den anderen Tag. Wir haben plötzlich Garten, gefühlt eine Million Kartons, die ausgepackt werden wollen, brauchen dringend ein Sofa, es ist Sommer (richtig Sommer mit heiß und trocken und so), sind auf verschiedenen Geburtstagsfeiern und irgendwie vergeht die Zeit wie im Flug. Die Nachbarn sind ganz in Ordnung und die Wette mit den Kartons habe ich gewonnen, es waren 114. (Auf den versprochenen Kasten Bier warte ich immer noch.) WIr besichtigen den Kindergarten, in den Minimeins gehen wird. Rakete bekommt den ersten Möhrchenbrei. Das mit dem Essen hat er zügig kapiert.

Juli
Der Juli beginnt noch heißer als der Juni endete, Tante D. kommt zu Besuch und verschiedene andere auch. Wir machen Wasserschlachten, essen Eis, treiben uns (viel zu) oft in Bau- und Gartenmärkten rum, mäandern so durch die Tage und Wochen. Der Mann hat immer noch Elternzeit, was die Kinder daran hindert, einen vernünftigen (Tages-)Rhythmus zu entwickeln. Langsam geht mir das auf den Keks und ich mache drei Kreuze, als er Ende des Monats endlich wieder ins Büro darf. (Vermutlich hätte ich ihn sonst noch kielgeholt.) Minimeins quasselt ohne Unterlass, woraus so manches Bonmot entsteht (für mich jedenfalls). Der Nachmieter der Münchner Wohnung meldet sich nochmal und wird dabei unfreundlich, gut, daß ich damit nix mehr zu tun habe. Rakete nimmt deutlich zu und ist schon ein halbes Jahr alt. 

August
Minimeins hat endlich seinen ersten Kindergartentag. Die Eingewöhnung nervt uns beide ein wenig ("Mama, mußt Du heute schon wieder dableiben?" "Können wir endlich ein bißchen länger spielen?" "Kann ich endlich im Kindergarten Mittagessen?"), der Kindergarten ist leider nicht ganz so flexibel, wie es im Kennenlerngespräch den Anschein hatte. Es ist weiterhin heiß und sommerlich, wir essen viel Eis, der Garten blüht und ich gieße jeden Abend ganz schön viel Wasser an die Blumen. Es kommt wieder Besuch, sehr fein und nett und es stehen weiterhin diverse Geburtstagsfeiern an. Ansonsten passiert wenig, es sind Sommerferien, das Land hat geschlossen. Außerdem ist es zu warm für irgendwas anderes. Rakete tut mit seinen ersten Zähnen rum und ist unleidlich. Die festere Nahrung scheint ihm zu schmecken, er nimmt kontinuierlich weiter zu. Vielleicht war Milch nicht sein Ding.

September
Der Sommer macht Pause, als Onkel Fox zu Besuch kommt. Minimeins ist zum ersten Mal hier auf einen Kindergeburtstag eingeladen, das Stadtfest findet statt (hier ist überhaupt immer überraschend viel los, damit hätte ich gar nicht gerechnet), wir zeigen Fox das Meer und das andere Meer, sind recht viel unterwegs und zack! ist der Monat auch schon wieder rum. Rakete meckert wegen seiner Zähne rum, aber es ist noch keiner davon in Sicht. Immerhin hat das Baby in den letzten 4 Monaten (seit wir hier oben wohnen) 4kg zugenommen (jeden Monat eins), das ist eine gute Bilanz.

Oktober
Raketes erster Zahn kommt raus und er bringt gleich seinen Kumpel mit. Ich habe Geburtstag und wir verbinden das Ereignis mit der längst fälligen Einweihungsparty. Die ist gut besucht, zahlreiche Kinder sind auch dabei und amüsieren sich prächtig (wie viele es genau waren, weiß ich gar nicht, irgendwas zwischen 12 und 15 Stück), das gesamt Spielzeug aufzuräumen dauert länger, als die Spuren der eigentlichen Feier zu beseitigen. Ende des Monats fahren wir alle zu Besuch nach München und prompt wird Minimeins krank (ziemlich krank mit 40° Fieber und alles doof). Er übersteht es (wir lassen aber ein paar Programmpunkte ausfallen) und als er wieder fit ist, hängen Rakete und ich in den Seilen. 

November
Rakete und ich sind krank, der November ist anfangs sehr spätsommerlich, Rakete jammert wieder wegen neuer Zähne rum und Minimeins redet ohne Unterlaß. Rakete wird zum Fluchtzwerg, wir erledigen schon mal ein paar Dinge, zu denen man in der Adventszeit nicht kommt (Kekse backen und essen, Kakao mit Sahne trinken...), ich muß eine Laterne fürs Kindergartenlaternenfest basteln (Höchststrafe!), das Laternenfest findet statt, Rakete und ich können noch in einen laufenden Delfi-Kurs (Babyturnen) einsteigen und Minimeins findet, daß wir zu wenig Geburtstag feiern und deswegen feiern wir spontan Raketes 10. Monatsgeburtstag. Drei Tage lang. Ich kaufe mir einen neuen Computer und der Mann dreht deswegen ein bißchen hohl. Verstehe ich immer noch nicht. Ich freunde mich ein wenig mit einer andern Kindergartenmutter an. Schön, wenn man mal wieder mit Erwachsenen reden kann und nicht immer nur mit max. dreijährigen. Inzwischen haben wir uns alle ein wenig eingelebt, ich kenne mich sogar schon ein wenig im Ort und im Umland aus.

Dezember
Hurra, endlich Advent! Und Adventskalender! Mit Schokolade! Und Nikolaustag! Und Weihnachstmarkt! Und Kindergartenausflug zum Weihnachtsmusical (Pinocchio im GOP Hannover). Und überhaupt stehen plötzlich diverse Termin ins Haus, das Kind geht hier und da noch mal spielen und hier gibt es (wieder) einen Adventskalender. Nach Bremen zum Weihnachtsmarkt fahren wir auch noch. Minimeins ist noch mal krank, was meine Pläne etwas durcheinander bringt, das Christkind hat eine Paketstation in unserem Arbeitszimmer, aber sämtliche Schlüssel des Obergeschosses sind verschwunden - und bleiben es auch. Dann ist plötzlich Weihnachten, es gibt sehr viele Geschenke für die Kinder und zwei neue Zähne für Rakete, wir fahren an den Feiertagen zu den Omas und Opas (das entfiel ja in den letzten Jahren meistens) und die Zeit zwischen den Jahren war früher auch mal länger, oder?

Insgesamt war 2015 ein ereignisreiches Jahr, fand ich. Viel Umbruch jedenfalls. Dafür habe ich aber erfreulich viel gestrickt (Pullover, Socken, Schals, Mützen und sogar Handschuhe und schlußendlich noch ein paar Weihnachtsgeschenke) und erschreckend wenig gelesen. Rakete scheint sich schon wieder ein bis zwei neue Zähne zulegen zu wollen und jammert schon wieder rum... 

Mal sehen, was 2016 bringt.

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