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bees Wohnzimmer

Montag, Januar 05, 2015

Tagebuchbloggen: der fünfte Januar

Heute ist schon wieder der fünfte. Netterweise wurde ich drauf hingewiesen :-) Frau Brüllen ruft zum Tagebuchbloggen auf. Findisch gut, machisch mit.

Der Tag beginnt schon wieder mit Nacht. Und zwar damit, daß ich es nicht vom Sofa hochschaffe, um ins Bett zu gehen. Dabei ist doch der fünfte Januar der erste "echte" Werktag in diesem Jahr und ich muß wieder früh aufstehen. Die letzten 2 Wochen verbrachte ich jenseits von Raum und Zeit so Nebensächlichkeiten wie Datum und Wochentag. Der Mann hat zwar seit Freitag schon wieder sporadisch gearbeitet, ich gestern morgen auch wieder, es war aber nichts, was mich aus meinem Paralleluniversum geholt hätte.

Der Montag dräut also. Zwar noch die Light-Version, weil am Dienstag hier noch Feiertag ist und Bayern bis einschließlich morgen noch geschlossen hat, aber trotzdem gehts wieder los.

Irgendwann zwischen halb eins uns eins schaffe ich es auch ins Bett. Dabei bin ich aber nicht so wirklich müde. Ich habe nämlich am Sonntag fast 2 Stunden Mittagsschlaf mit dem Kinde gehalten. Klar hätte ich wieder aufstehen können, aber das Kind hielt meine Hand und es war so schön gemütlich... Also gehe ich aus Vernunft ins Bett und liege dann da. Der Mann pennt schon seit Stunden. Meine Nebenhöhlen sind halbwegs friedlich und ich habe endlich keine Kopfschmerzen mehr von der Erkältung. Das Kinneken schlummert auch friedlich in seinem Bette. Ich könnte also schlafen, die Gelegenheit wäre günstig und wer weiß, wie lange ich noch schlafen könnte, ohne von einem Säugling daran gehindert zu werden? Was meint mein Körper dazu? Hätte, hätte, Fahrradkette. Ich liege also weiter rum. Irgendwann schlafe ich ein. Und wache irgendwann wieder auf. Es ist noch dunkel (derzeit keine Referenz, zugegeben), aber der Mann liegt noch neben mir. Der muß heute um halb 5 aufstehen, es ist also noch davor. Ich liege rum. Und wälze mich rum bzw. wuchte mich hin und her. Meine Symphyse piekst ganz ordentlich dabei. Das wiederum werde ich sicher nicht vermissen, wenn das Baby da ist...

Der Mann steht um halb 5 auf und taumelt raus. Ich könnte also in Ruhe wieder einschlafen. Ich höre ihn zwar nicht rumrödeln, schlafe aber trotzdem nicht. Der Mann kommt wieder rein, weil er irgendwas aus dem Schrank braucht, an das er gestern Abend nicht gedacht hat. Kurz drauf höre ich, wie er die Wohnungstür hinter sich zumacht. Es wird also so ca. viertel nach 5 sein, ich gucke besser nicht nach. Theoretisch könnte ich also noch eine gute Stunde schlafen. Als ich fast eingeschlafen bin, klingelt mein Wecker. Es ist halb sieben. Schlagartig bin ich totmüde und könnte auf der Stelle einschlafen. Warjaklar.

Naja, hat eh keinen Wert, also kann ich auch aufstehen. Ich gehe ins Bad, kurbele danach schon mal ein paar Jalousien hoch, wische das Kondenswasser von den Scheiben, öffne Fenster und schüttele Betten auf. Dann wecke ich gegen zehn vor sieben Minimeins, der noch tief und fest schläft. Und dies auch gern noch weiterhin tun würde. Es tut mir fast leid, ihn trotzdem wecken zu müssen. Normalerweise springt er trotz Weckens fröhlich auf und ist wach und gutgelaunt (von wem hat er das nur?), heute braucht er eine ganze Weile (also gute 10 Minuten statt der normalen 10 Sekunden) und ist dann auch noch knatschig. Kann ich verstehen.

Ich kann ihn trotzdem überreden aufzustehen und - zwar in Etappen, aber immerhin - irgendwann angezogen am Küchentisch zu sitzen. Er möchte ein Wurstbrot. Ich würge leise. Hunger habe ich noch nicht. Sonst macht der Mann Frühstück (aus gutem Grund), aber das geht ja heute nicht. Immerhin hat er uns schon das Brot geschnitten, das ist nett von ihm. Minimeins beißt 2x von seinem Wurstbrot ab und will dann den Babykannelender aufmachen. Ich habe im November einen zweiten Adventskalender (advenire = ankommen) gekauft mit Raffaels Putten drauf. Minimeins darf seit gestern jeden Tag ein Türchen aufmachen und wenn alle offen sind, ist Weihnachten das Baby hoffentlich da (ist zeitlich natürlich etwas unschärfer als die Geschichte mit Weihnachten, aber seis drum). Drum auch die Putten, das kann man gut mit Baby verbinden. Sieht Minimeins auch so. Die Schockelate (ein Flugzeug) verschwindet umgehend in des Kindes Schlund und ward nicht mehr gesehen. Danach will das Kind nicht weiter sein Wurstbrot frühstücken (verständlich, wie ich finde), sondern wünscht, dieses stehenzulassen und eine Banane zu essen. Damit kann ich leben, für mich auch eine. Außerdem ordnet es an, ich solle "lieren", also inhalieren (Schüssel, Salz, Thymian, heißes Wasser, Handtuch, ihr kennt das). Müßte ich eh, Zeit haben wir auch noch, Minimeins löffelt mit großem Enthusiasmus (größer als seine Treffsicherheit auf jeden Fall) Salz in die Schüssel, während ich Wasser koche und die Küchenblumen gieße (letztere nicht mit dem kochenden Wasser).

Ich inhaliere ein wenig vor mich hin und Minimeins futtert seine Banane. Dann will er mit inhalieren und behauptet, Schnupfen zu haben (hat er nicht mehr, zum Glück...). Kaum haben wir uns beide unterm Handtuch installiert, stellt er fest, daß das unbequem und heiß sei (na sowas, das hatte ich ihm auch vorher schon gesagt, war aber egal) und klettert wieder runter von meinem Schoß. Ich bin dann auch mal fertig und versuche das Kind zu überzeugen, Händewaschen zu gehen und sich danach auf den Flur zu setzen, damit ich ihm die Schuhe anziehen kann. Mittlerweile ist es viertel vor acht. 10 Minuten später ist das Kind "schon" ausgehfertig und wir runter können in die Tiefgarage gehen, nachdem wir die meiste Zeit darüber diskutiert haben, daß die zwei Kuschelhasen leider nicht mit in den Kindergarten gehen können. Wir einigen uns darauf, daß sie in meiner Handtasche mitfahren dürfen, ich sie dann aber wieder mit nach Hause nehme (mit zur Arbeit durfte ich sie nicht nehmen, das wurde ausdrücklich so gewünscht. An eigenem Willen mangelt es dem Kinde eher nicht...).

Auf dem Weg zum Kindergarten passiert so gut wie nix und das ist durchaus erwähnenswert in München an einem Werktag morgens um 8. Keine Irren, die mit ihren Mordwerkzeugen Autos versuchen, den Rest der Menschheit auszulöschen. Niemand, der versucht, mit seinem Fiat noch schnell dem Bus die Vorfahrt zu nehmen und dabei noch 2 Fußgänger am Zebrastreifen umzumähen. Nur ein Taxi, das in zweiter Reihe an der Ampel noch eben über rot rauscht und mir und dem vor mir fahrenden Fahrzeug, die wir brav auf der Kreuzung stehend den Gegenverkehr abwarten, um dann links abzubiegen, den Weg abschneidet, während die kreuzende Fahrbahn schon wieder grün hat und die Autos ebenfalls losfahren (egal, ob da noch einer auf der Kreuzung steht).

Am Kindergarten kann ich in einem Schneehaufen halten, balanciere sehr vorsichtig aus dem Auto und versuche, das Kind ebenfalls zur Vorsicht anzuhalten, damit es beim Rausklettern nicht unters Auto rutscht. Klappt überraschenderweise. Im Kindergarten ist Minimeins kaum zu halten (auf die Frage, ob er sich - nach 2 Wochen Ferien - auf den Kindergarten freue, antwortete er beim Frühstück noch mit "nein") und rennt fröhlich rein. Ich bin abgeschrieben. Er wirft noch seinen Schnulli in seine Box (den braucht er noch zum Schlafen) und sich dann an den Frühstückstisch. Naja, wirklich viel gegessen hat er zu Hause ja nicht, also soll er ruhig noch mal vernünftig frühstücken. Ich gehe - zwar winkend, aber weitestgehend ignoriert. Der Heimweg ist unspektakulär (kein Selbstmordtaxi), ich muß lediglich eine Weile hinter einem Müllwagen warten. Aber nun, ohne Müllwagen ginge es ja auch nicht, also übe ich mich in Geduld.

Zu Hause widme ich mich diversen Hausarbeiten (Wäsche sortieren, waschen und aufhängen, die letzten Fenster öffnen und abwischen, die Küche aufräumen, Blumen gießen, Minimeins Bett machen, Krümel beseitigen, Spülmaschine ausräumen - und wieder ein -, den Wasserfilter säubern, Teekanne abwaschen, neuen Tee kochen, diverse Fenster wieder schließen, irgendwelches Zeugs aufräumen), suche dann verschiedene Unterlagen raus, um was im Internet nachzusehen, manche Seiten laufen nicht mehr auf meinem Uralt-Mac, das ist fustrierend, außerdem kann ich meine To-do-Liste zwar aus der Dropbox holen, aber nicht öffnen, weil im "neuen" Word-Format abgespeichert (ich habe sie am Arbeitsrechner erstellt, den wollte ich aber nicht hochfahren, weil ich ja nicht arbeiten wollte und eigentlich reicht ein Rechner ja auch für eine Person - oder?). Gnarf. Aber so wichtig ist das alles nicht, also auch egal.

Dann mache ich die Telefonliste für die Geburt fertig und hänge sie an die Pinnwand. Außerdem fülle ich die Daten für die Geburtsanzeige aus (also die elterlichen, die des Kindes weiß ich ja noch nicht). Die fragen nach meiner Paß- bzw. Ausweisnummer. Ich werde hektisch, denn der Ausweis ist nicht da, wo er sein sollte, in der Handtasche hinter meinem Kalender nämlich. Der Paß findet sich dann doch noch, sogar in der Handtasche, allerdings irgendwo im Kruscht, den ich mir auch bei der Gelegenheit nicht näher ansehen will. Der Paß war zwischen Kruscht und Einkaufsbeuteln versteckt. Uffz. Nebenbei surfe ich ein bißchen durch Twitter und Ravelry (tatsächlich nur kurz), lade noch ein Foto meines aktuellen Strickprojekts auf Ravelry hoch, schreibe zwei kurze Emails, lege meinen Mutterpaß raus, weil die Hebamme nachher zur Vorsorge kommt und gehe duschen. Lange und heiß. Dann ist es schon halb 12 und ich beschließe, einfach jetzt schon Mittagsschlaf zu machen, auf ne halbe Stunde kommts ja nicht an. Schlafen kann ich wieder nicht (das Thema ist irgendwie ein Dauerbrenner heute), aber immerhin döse ich anderthalb Stunden vor mich hin. Als ich wieder aufstehe, stehe ich vor der Erkenntnis, daß mit nassen Haaren ins Bett gehen nicht die allerbeste Idee war. Ich sehe aus, als sei auf meinem Kopf ein Pudel explodiert. Naja, wers tragen kann... Der Versuch, das Ergebnis zumindest latent zu verbessern, macht es nur noch schlimmer. Ähem.

Ich hänge die letzte Ladung Wäsche auf, gieße mir noch einen Tee ein und dann klingelt um halb 2 auch schon die Hebamme an der Tür. Die Vorsorge ist wie immer sinnvoller als die beim Arzt (jedenfalls für mich). Mein Bauchumfang mißt inzwischen einen ganzen Meter, soweit bin ich bei Minimeins nicht mehr gekommen. Aber der Bauch ist ja auch schon vorgeleiert. Hart erarbeitetes Ausgeleiertsein. Leider hat der Bauch sich immer noch nicht gesenkt und das Köpfchen des Babys sitzt auch noch relativ hoch. Ist aber wohl beim zweiten Kind nicht unnormal. Zwischendurch hatte ich zwar schon die eine oder andere fiese Wehe, aber nichts ernstzunehmendes. Wir reden noch ein bißchen über Senkwehen im speziellen und ein paar Dinge im allgemeinen, dann geht sie auch schon wieder. Heute "nur" eine dreiviertel Stunde, sonst bleibt sie meist eine Stunde. Aber ich habe auch eigentlich kein Anliegen mehr. Ab Mittwoch darfs losgehen, das schaffe ich schon noch (gern auch noch ein paar Tage länger, aber ganz bis zum Termin muß es meinetwegen nicht gehen). Und solange ich dermaßen erkältet bin, rechne ich eh nicht mit Geburt. Aber seit gestern wird es ja schon merklich besser, vor allem mit den Nebenhöhlen.

Als die Hebamme weg ist, notiere ich noch den Termin für die nächste Vorsorge im Kalender (schon in 10 statt 14 Tagen), esse mein Müsli und stricke noch ein bißchen. Irgendwie habe ich das Gefühl, was vergessen zu haben. Als ich losfahren will, um Minimeins abzuholen, fällt es mir wieder ein: ich wollte noch einkaufen und zwar ohne Kind (geht schneller und ist körperlich nicht so anstrengend). Also düse ich erst zum Edeka, suche so schnell es mir möglich ist alles zusammen und schleppe es raus. Auf dem Weg in die einkaufsmarkteigene Tiefgarage kommen mir Eltern aus Minimeins' Kita entgegen, die mir alles Gute für die letzten Wochen wünschen und mir fällt gleichzeitig ein, daß ich bei der Gelegenheit ja auch das Formular für den Kinderarzt hätte mitnehmen können, das ich noch unterschrieben brauche. Der Kinderarzt ist in der Nähe vom Edeka und das Formular erlaubt der Hebamme, am dritten Tag nach der Geburt beim Baby Blut abzunehmen (erweitertes Neugeborenenscreening) und ans Labor zu schicken. Habe ich leider nicht mitgenommen, das Blatt. Neuer Versuch also am Mittwoch.

Ich düse zum Kindergarten (mehr Verkehr als heute morgen, aber noch nicht der galoppierende Wahnsinn des normalen Berufsverkehrs), parke im selbem Schneehaufen wie heute morgen und will Minimeins einsammeln. Man sei im Bewegungsraum, verkündet ein Zettel. Bis ich meine blauen Überzieher über die Stiefel bekommen habe, ist ein nicht unerheblicher Zeitraum verstrichen. Seit wann sind meine Füße eigentlich so weit weg? Minimeins ist sichtlich erfreut, daß ich da bin, hält aber exakt gar nichts von der Idee, mit nach Hause zu kommen. Er tobt weiter durch die Bude (woher nimmt er diese unendliche Energie? Beneidenswert...), die Erzieherin erzählt mir, wie der Tag war, was speziell mein Kind gemacht hat und so weiter. Nach 20 Minuten habe ich den Kurzen soweit, daß er mitkommt. Vorne an der Garderobe laufen die Fotos der letzten Tage über den Bildschirm, auch die von heute. Minimeins will gucken, aber sich nicht anziehen. Eine andere Erzieherin (aus einer anderen Gruppe) erzählt ebenfalls vom Ausflug auf den Spielplatz am Vormittag. Während der Weihnachtspause wurden die Gruppen zusammengelegt, weil so wenige Kinder da waren und die Erzieher dann auch mal Urlaub nehmen können. Finde ich auch in Ordnung so. Die "fremde" Erzieherin erkundigt sich noch angelegentlich nach dem Baby und wann es denn komme und überhaupt. Sehr nett, alle. Minimeins wird auch von anderen Eltern (die ich gar nicht kenne) namentlich verabschiedet - der Junge ist bekannt wie ein bunter Hund...

Wir fahren noch zum DM, um Klopapier und Taschentücher einzukaufen und Minimeins ist glücklich, weil er einen Kindereinkaufswagen bekommt. Der Einkauf dauert nicht lange, aber das Aus- und Einsteigen ins Auto gestaltet sich zeitaufwendung und kompliziert. Durch die Schneehaufen (die zwar seit Tagen wegtauen, aber nichtsdestoweniger da und hoch sind) sind die Parkverhältnisse beengt, aber viele Leute unterwegs. Und die gucken nicht rechts oder links und parken wie sie wollen. Diese Striche zwischen den Parkplätzen werden eher als nette Hinweise verstanden, scheint mir. Jedenfalls komme ich kaum aus dem Auto (ich parke neben dem Einkaufswagenparkplatz des Lidls) und Minimeins muß auch auf der anderen Seite als gewohnt aussteigen. Das nutzt er normalerweise, um die komplette Mittelkonsole auszuräumen zu bespielen. Diesmal fällt die Spielphase glücklicherweise recht kurz aus, ich komme nämlich nicht gut an das Kind dran, um es aus dem Auto rauszuziehen. Beim Einsteigen dauert es etwas länger und ich verrenke mich ziemlich, um das Kind anzuschnallen. Dabei breche ich mir einen Fingernagel ab und knicke mir einen zweiten um und auae vor mich hin (fluchen ist nicht). Minimeins empfiehlt mir ein Pflaster (Pflaster und Pusten hilft bei ihm gegen fast alles, gestern abend sogar gegen Zahnschmerzen...). Während ich warte, daß der Sternfahrer hinter mir in 267 Zügen aus seiner Parklücke fährt, löchert mich Minimeins, warum ich nicht losfahre und was ich mache. Ich weiß es doch auch nicht... Ups, Handbremse, und dann komme ich doch noch mal aus der Parklücke. Aber nicht um die Ecke, weil plötzlich ca. 20 Leute zwischen Lidl und Einkaufswagenparkplatz hin- und herrennen - natürlich ohne zu gucken. Nach gefühlten Stunden komme ich tatsächlich vom Parkplatz runter und kaum auf der Straße angekommen, sind sie plötzlich wieder da, die bekloppten typischen Münchner Autofahrer. Überraschenderweise kommen wir lebend und ohne Blechschaden zu Hause an.

Minimeins fordert seinen Schokoladenteddy ein, weil er im Kindergarten auf dem Klo war und nicht in die Windel gemacht hat (das stimmt sogar, hat die Erzieherin erzählt), ich fordere erst mal Schuhe ausziehen und Hände waschen. Irgendwann kommen wir auch überein und Minimeins findet die Weihnachtsschleckereienschüssel auf dem Esstisch. Mist, habe ich vergessen, wegzuräumen. Naja, er ißt noch mehr Schokolade, bleibt aber trotzdem halbwegs friedlich. Wir gucken Bücher an und so gegen fünf will er wissen, wann Papa nach Hause kommt. Wir rufen um 20 nach fünf bei eben diesem an und der Mann verspricht, gegen sechs da zu sein. Minimeins und ich gucken weiter Bücher an, außerdem muß seine Puppe ausprobieren, ob sie in das aktuelle Strickprojekt für das Raketenbaby passt (die Puppe ist leider zu klein). Dann will er puzzlen und erklärt mir nebenbei, daß er dann auch das Baby mal auf den Arm nehmen will. :-) Darf er gerne, verspreche ich ihm. Der Mann hangoutet, daß die Bahn hängt und er später kommt. Als er dann um ca. viertel nach sechs auftaucht, dreht Minimeins auf und rast los wie vom wilden Watz gebissen. Wir essen zu Abend (Minimeins fordert das Brot von heute morgen ein) und ich beschließe, daß das Kind noch baden und Haare waschen muß. Das Kind will, daß Papa mit ihm badet, damit er ihn nassspritzen kann (also das Kind den Papa). Der Mann willigt ein, er wollte eh duschen. Auch gut. Ich kümmere mich um die Küche (und danach um twitter), die männlichen Haushaltsmitglieder verschwinden im Bad. Eine knappe Dreiviertelstunde später werde ich gerufen, um das Kind zu übernehmen (Männer und Multitasking...?). Man(n) verkündet mir, daß man dem Kinde nicht die Haare gewaschen habe. Offensichtlich habe ich mich im Vorfeld unklar ausgedrückt... Gnarf. Das Kind ist schon ziemlich durch, also wird Haarewaschen zum ziemlichen Drama (und unnötig noch dazu, hätte man es einfach eine halbe Stunde eher gemacht). Sauber aber brüllend (also das Kind, nicht ich) hole ich es dann aus der Wanne und versuche, es zu trösten. Es schluchzt noch theatralisch, bis es dann vergessen hat, warum eigentlich. Windel, anziehen, Schaf gucken. Es ist eine Folge mit dem Stier, das ist wohl ziemlich gruselig für das Kind, jedenfalls will es auf den Arm und ganz doll festgehalten werden und wir müssen danach noch eine weitere Folge gucken (diesmal mit Küken, seeeeeehr harmlos). Danach ist es endlich bereit fürs Bett. Es ist inzwischen acht Uhr. Ich könnte noch mal inhalieren, lasse es dann aber.

Der Mann ist eh schon beim Schaf gucken eingeschlafen, ich werde nicht wetten, wer von den beiden beim Insbettbringen schneller eingeschlafen ist. Das Kind will noch mal aufs Klo und dafür natürlich einen Schokoladenteddy, geht dann aber anstandslos ins Bett. Ich höre keinen Mucks mehr (das totale Gegenteil von gestern abend). Der Mann hat nicht darum gebeten, geweckt zu werden, soll ich ihn nun wecken oder nicht? Ich lese ein paar Blogs und beginne diesen Eintrag. Es gibt eine neue Folge Big Bang Theory, also wecke ich ihn um viertel nach neun doch. Er bescheidet mir, nicht aufstehen zu wollen. Na gut. Dann werde ich ihn halt noch mal wecken, wenn ich ins Bett gehe, damit er das Kind in dessen eigenes Bett rüberträgt (mir ist der kleine Brocken inzwischen zu schwer). Ich gucke BBT und schreibe diesen Eintrag zu Ende. Leider schmiert Safari zwischendurch ab und plötzlich fehlt was. Ärgerlich. Fällt vermutlich aber gar nicht weiter auf... ;-)

Hier der fünfte Dezember.

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