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bees Wohnzimmer

Montag, Mai 08, 2006

Nichts ist praktischer als eine gute Theorie®

oder: die DA [1] naht.

Aufgrund der Tatsache, daß diese DA ja doch vermutlich eine verhältnismäßig trockene Materie behandelt, kann man sich mal Gedanken über die sprachliche Komponente machen. Der inhaltliche Teil ist folglich nicht so das Problem (irgendwo läßt sich schon noch der internationale Bezug und die Eigenleistung auftreiben). Nun will so ein wissenschaftliches Werk aber auch gerne in wohlfeile Worte gehüllt werden - aus diesem Anlaß und weil mir im Zweifelsfalle dann doch beim Schreiben wieder die be-we-elligen Formulierungen und blumigen (aber nicht zu sehr, es soll ja lesbar bleiben) Ausdrücke fehlen werden, mache ich einfach mal eine Liste mit Wörtern, die ich in der DA zu verwenden gedenke. Nur soll das ganze auch nicht zu gestelzt, sondern lieber hübsch gewählt klingen.

Bislang hab ich nur ein paar Wörter/Ausdrücke gesammelt, weitere Vorschläge (auch in den nächsten Wochen, per Email oder per Kommentar) werden dankend entgegengenommen ("präsituativer Kontext" und ähnliche Worthülsen sind von der Teilnahme ausgeschlossen):

  • konsistent/kohärent
  • extrapolieren
  • kompensieren / kompensatorischer Effekt
  • Scheingenauigkeit
  • Rechnung tragen
  • verhältnismäßig / angemessen
  • Komplexität
  • konterkarieren
  • neuralgisch (via Karoline)
  • Grundtenor (via Karoline)
  • Quintessenz (via Frankie)
  • Kodifizierung
  • präferieren
Also, weitere Vorschläge werden dankend entgegengenommen. :-)

______________________
® by Scotti
[1] DA = Diplomarbeit

12 Comments:

  • - volatil
    - Obsolenztempo

    By Blogger coyote, at 9. Mai 2006 um 01:03  

  • - latent
    - predominant

    By Blogger Jürgen Hösch, at 9. Mai 2006 um 23:22  

  • - postpubertär
    - hyperfluid
    - redundant

    ;-)

    Kann man nicht einfach verständlich schreiben?`*gd&r*

    By Blogger Andreas, at 10. Mai 2006 um 08:49  

  • @ Andreas: Natürlich kann man einfach verständlich schrieben, das ist ja mein Anliegen. Deswegen bat ich ja auch um "gewählte" Ausdrücke, nicht einfach Fremdwörter... Scheint nicht so angekommen zu sein ;-)

    Und ob ich "postpubertär" in eine DA über Übertragungsvorgänge von EInzelwirtschaftsgütern unterbringen kann - da bin ich nich so sicher...

    By Blogger Sabine, at 10. Mai 2006 um 09:17  

  • Da möchte ich hier nur den seinerzeit von allen IPV-Studenten hachverehrten Dr.phil. Wagner zitieren:
    "Wissenschaftlichkeit ist nicht gleichbedeutend mit dem unkontrollierten Gebrauch von Fremdwörtern."

    By Blogger Ute, at 10. Mai 2006 um 16:54  

  • Hm, versteht mich denn keiner? Ich will ja gerade den unkontrollierten Gebrauch von Fremdwörtern vermeiden und einfach in einer gewählten Ausdrucksweise schreiben - in wohlklingendem Deutsch. Das eine oder andere Fremdwort darf da gerne mit rein (Obsolenztempo im Zusammenhang mit Gesetzgebung finde ich beispielsweise sehr hübsch), aber gesucht werden einfach "schöne Worte"... Man neigt ja auch und gerade in wissenschaftlichen Texten zu Wiederholungen und da finde ich Schlußfolgerung - Quintessenz - Fazit (ja, ich weiß, die sind nicht 100%ig deckungsgleich) schon mal eine gute Auswahl. Ich mag meine Muttersprache... :-)

    By Blogger Sabine, at 10. Mai 2006 um 18:07  

  • Weisste Sabine, es fällt einfach leichter, wenn du hier nen Satz postest, wenn du bereits am Schreiben bist, wo du ne bessere / andere Formulierung gerne hättest.

    Bei 500.000 deutschen Worten...hast du hier nach und nach eine Menge Auswahl, die dann wiederum nicht viel bringt...im Einzelfall.

    Aber ich will dich nicht entmutigen.

    - insuffizienz
    - paradigma
    - paradoxum
    - phlegmatisch

    Manche Wörter sollte man besser nicht gebrauchen, manches nur wenn eindeutig eine gewisse Subjektivität gewünscht ist. Insuffizienz ist fakt, phlegmatisch kann fakt im Vergleich und deskriptivem Schreiben sein, jedoch ist phlegmatisch ansonsten wertend und subjektiv, mancher Prof würde es in gewissen Zusammenhängen als polemisch oder in gewisser Hinsicht amorph, also gestaltlos im Sinne von durch die subjektive Auslegung und Interpretation (ich dupliziere, repliziere hier teilweise absichtlich) des Autors zu füllen.

    Von Bandwurmsätzen, wie ich sie hier gerade formuliere, ist dringenst abzuraten. Den Text mit schönen Wörtern zu überfrachten ist ebenfalls nicht gut. Das richtige Wort an der richtigen Stelle ist besser, als 1 Wort an der richtigen und 9 an der falschen (sehr allgemein, generell, umfassend, übergreifend, desinformativ evtl. auch, redundanz und auch vielleicht obsolet?)

    Ach redundant hatte schon einer.

    Naja, poste mal den Scheiß, wenn du stecken bleibst.

    extrapolieren fällt mir gerade noch ein, aber jetzt ist heia angesagt.

    By Blogger Dies&Das, at 11. Mai 2006 um 00:15  

  • Ich kämpfe zur Zeit mit dem gleichen Problem :-(

    Folgende Worte wurden bereits erfolgreich in der Motivation verwendet:

    - konitnuierlich
    - representativ
    - wieder spiegeln
    - propagieren
    - Omnipräsens
    - Fokus
    - gesamtgesellschaftlich
    - Relevanz
    - Präventivmaßnahmen

    und jung, dynmaisch und erfolgreich - in diesem Sinne, noch viele nette und hilfreiche Wortmeldungen ;-)

    By Blogger Patrick Hohmann, at 11. Mai 2006 um 14:04  

  • Weißte, Dies&Das, es fällt leichter, wenn man zu verstehen sucht, was der Autor denn wohl will. Gerade um die mind. 500.000 deutschen Wörter geht es mir ja - da wird sich doch das eine oder andere hübsche, schön zu lesende, wohlklingende Wort finden lassen. In eben dieser Hinsicht bat ich um Inspiration leserseits. Und gerade weil mir daran gelegen ist, ein Wort an der richtigen anstatt von neun an der falschen Stelle zu verwenden (insbesondere bei der vermeintlich richtigen Verwendung von überflüssigen Anglizismen), bat ich um Wortbeiträge. Ob und inwieweit dieser dann zur Verwendung gelangen, sei dahingestellt, denn - und auch das wird dem geneigten Leser dann beizeiten mitgeteilt - ich habe noch keine einzige Zeile geschrieben. Und das wird wohl auch bis Mitte/Ende Juni so bleiben.

    In diesem Sinne...

    By Blogger Sabine, at 11. Mai 2006 um 15:11  

  • Ein Wort, daß in einer BWL-DA natürlich nicht fehlen darf:
    Globalisierung!

    By Blogger Ute, at 11. Mai 2006 um 17:23  

  • Very pretty site! Keep working. thnx!
    »

    By Anonymous Anonym, at 22. Juli 2006 um 18:00  

  • "Nichts ist praktischer als eine gute Theorie." - Todor Karman, 1881-1963, ungarisch-amerikanischer Physiker und Mathematiker

    By Anonymous Godiva, at 18. Januar 2007 um 13:28  

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