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bees Wohnzimmer

Montag, Februar 11, 2013

Frühjahrsputz, aber gründlich

Oder auch: wie man sich galant mit einem Handgriff eine Menge Arbeit macht, mit der man sich sowas von überhaupt nicht auskennt...

Gestern abend:
ich: Eigentlich wollte ich mir heute nachmittag die Fingernägel schneiden.
der Mann: Und was hat Dich bewogen, stattdessen Deinen Computer kaputtzumachen?

Tscha, gute Frage. An sich habe ich nur mal so eben nebenbei einen Ordner umbenannt. Das war eine Option im Kontextmenü zu diesem Ordner. Ganz simpel. Offenbar handelte es sich bei diesem Ordner aber um einen der systemrelavanten Sorte... Tja, und als der Rechner plötzlich an zu rödeln fing, hab ich mir noch nicht viel dabei gedacht. Als aber Dropbox wollte, daß ich mich neu anmelden soll, schwante mir langsam, daß mein Tun vermutlich eher grober Unfug denn sinnvoll war... Oder um das mal plakativer zusammenzufassen:

ARGH! Grande Katastrophe! Alle Mails weg. Alle Zugangsdaten zu meinen Emailkonten (wer kann sich schon alle Passwörter merken?) weg. Alle Passwörter weg. Alle Fotos weg (fast noch schlimmer als das mit den Passwörtern). Alle Adressen weg. Alle Lesezeichen im Browser weg. Alles futschikato. ARGH!ARGH!ARGH!

Ich meine - ich wollte ja tatsächlich jetzt mal meine Festplatte aufräumen. Frühjahrsputz sozusagen. Und dann auch eine Sicherungskopie machen, endlich mal. Ein paar Dateien hatte ich im September mal gesichert, aber das ist ja nun auch schon fast ein halbes Jahr her.

Also: Frühjahrsputz ja, aber doch nicht so tabula rasa!

Mir war echt zum Heulen zumute. Der Mann konnte mir auch nicht so recht weiterhelfen. Den Ordner wieder umbenennen, so daß er seinen alten Namen zurückbekommt, ging auch nicht, da hat das System gemeckert, daß der Name schon vorhanden sei. Grmblhmpf. Doppelgrmblhmpf.

Immerhin hatte ich einen Geistesblitz (besser spät als nie) und mich an einen Computerguru aus meiner Twittertimeline erinnert, der Mac kann. Der gute @oeyni konnte mir spontan und umfassend weiterhelfen, so daß ich Hoffnung habe, doch noch an die ganzen Daten etc. wieder dranzukommen. Von wegen, dieses Twitter ist nur Schnickschnack! Hilfreich ist das. So! Dankenswerterweise habe ich nämlich eine sehr idiotensicher klingende (und damit auch für mich verständliche) Anleitung bekommen, wie ich vorgehen sollte.

So, und nun sitze ich hier, nachdem eine Datensicherung gestern abend nicht so ganz erfolgreich war, und versuche noch mal Daten zu sichern auf einer externen Festplatte (die Daten waren nämlich noch da, nur gut versteckt und ich komme nicht mal eben so dran, ohne alles neu einzurichten). Gleichzeitig sitze ich am Arbeitsrechner und schreibe das hier. Daneben liegt noch das iPad, weil ich damit mal eben schnell noch Rückfragen an @oeyni stellen kann (das iPad weiß nämlich wiederum meine Zugangsdaten für meinen Twitteraccount). Dazwischen 2 Mäuse - ich erwische natürlich immer diejenige, die für den anderen Rechner zuständig ist, und nicht die, die ich brauche - und 2 externe Festplatten. Die eine, eine Netzwerkfestplatte, mag mich aber heute nicht. Tses.

Auf dem Boden sitzt das Baby und entdeckt die Welt. Zuerst rollte und robbte es rum, bis es ein nicht genutztes Ladegerät fand. Mit Kabel! Wie spannend! Dann hat es Papas Sporttasche ausgeräumt, weil ich ihm das Kabelteil weggenommen habe. Als die Tasche leer war - Task completed - rollte es weiter unter den Schreibtisch. Erst mal Mülleimer ausräumen, da war aber nur eine leere Pappschachtel drin (ich brauchte neue Batterien für die eine Maus). Und dann ist da unterm Schreibtisch ja noch so eine tolle Mehrfachsteckdose mit gaaaaaaaaaanz vielen Kabeln... Das muß der Mann schnellstmöglich mal sichern (Kabel sind seine Baustelle). Also das Kind wieder umplatziert (so kommt man vorwärts...). Es spielte dann mit der leeren Pappschachtel, dem Taschenrechner und meinem Hausschuh. Sein Spielzeug hat es links liegen gelassen.

Allerdings hat es immer mehr gemeckert, so daß wir erst mal Mittagessen mussten (war ja auch schon Punkt 12!). Auch recht. Jedenfalls ist jetzt erst mal Kinderbespaßung angesagt. Wenn die Sicherung dann durchgelaufen ist, kann ich mich an die idiotensichere Anleitung wagen. Also heute abend, wenn das Kind schläft (heute nachmittag schläft es höchstens eine halbe Stunde). Irgendwie traue ich mich aber nicht so recht. Denn mal ganz ehrlich: ich habe von diesem Rumgewurschtel im System nicht die leiseste Ahnung, schließlich bin ich bloß Anwender. Aber die Anleitung klingt wirklich so, als wenn ich da wenig (um nicht zu sagen: nichts) falsch machen kann. Also muß ich mich wohl überwinden.

So, jetzt muß ich nur noch dem Kinde das iPad wieder entwinden. Es spielt nämlich kleiner Fuchs und patscht wie wild und mit Begeisterung auf dem Display rum und quietscht vor Freude. Außerdem tanzt und singt er manchmal mit, das ist zu niedlich. Kleiner Entdecker! :-)

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